150 Parkplätze für Holtener Pendler

Dicht an dicht stehen bisher Autos von Pendlern am Holtener Bahnhof – das könnte sich schon bald ändern.
Dicht an dicht stehen bisher Autos von Pendlern am Holtener Bahnhof – das könnte sich schon bald ändern.
Foto: WAZ FotoPool
Stoag und Stadt planen Umbau am Bahnhof für zwei Millionen Euro. Zentrale Haltestelle und Fahrradboxen. VRR hat Projekt auf Förderliste gesetzt.

Oberhausen.. Stadt und Stoag planen, den Holtener Bahnhof mitsamt Haltestellen und Straßenkreuzung in den kommenden Monaten regelrecht umzukrempeln. Zu dem millionenschweren Infrastrukturprojekt gehört ein neuer Kreisverkehr, dessen Vorarbeiten bereits im November begonnen haben. Auch das Haltestellen-Durcheinander und die oft kritisierte Parkplatz-Situation sollen behoben werden.

Derzeit gibt es sechs Bushaltestellen am Holtener Bahnhof, die von fünf Linien angefahren werden – um die richtige Haltestelle zu finden, müssen sich Pendler gut auskennen. Für insgesamt rund zwei Millionen Euro soll deshalb eine zentrale Bushaltestelle eingerichtet werden, um den Umstieg zu erleichtern und Unfällen vorzubeugen.

Geplant sind außerdem insgesamt 260 Stellplätze für Pkw, Motorräder und Fahrräder. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Ärger gegeben, weil auf den wenigen Parkplätzen zu viele Autos standen. Wann die Arbeiten an Haltestelle und Parkplatz beginnen, ist noch unklar. Die Verwaltung führt noch Abstimmungsgespräche, der Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) hat das Großprojekt bereit auf seine Förderliste gesetzt.

Zuschüsse durch VRR

Die neue zentrale Bushaltestelle ist auf einem Gelände an der Ecke Emmericher- und Bahnstraße vorgesehen, sechs Bussteige soll sie erhalten. 624.800 Euro werden als Kosten von der Stadtverwaltung angeführt, etwa eine halbe Million Euro wird durch Zuschüsse des VRR finanziert. Die Stoag als städtische Tochter müsste dann noch etwa 127.000 Euro aufbringen.

Zusätzlich zum jetzigen Pendler-Parkplatz, der ausgebaut wird, soll es einen zweiten Platz an der südwestlichen Seite des Bahnhofs geben. Über rund 150 Pkw-Stellplätze wird der Holtener Bahnhof dann insgesamt verfügen. Zwölf der Stellplätze sind für Menschen mit Behinderung geplant, zehn weitere Parkplätze sollen für Motorräder ausgewiesen sein. Und mehr als 100 teils zu mietende, teils unüberdachte Abstellplätze für Fahrräder sind vorgesehen.

Etwa 1,47 Millionen Euro soll dies alles kosten, 1,17 Millionen Euro sollen durch den VRR gefördert werden. Die Stadt müsste rund 300.000 Euro aus eigener Tasche zahlen, beglichen werden kann das aus Regionalisierungsmitteln des Bundes.

Stadt und Stoag wollen mit dieser Maßnahme auch Unfällen vorbeugen, die durchs Um- und Aussteigen an dieser geschäftigen Kreuzung geschehen können.

 
 

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