Noch immer keine Spur nach Angriff auf zwei Polizisten in Oberhausen

Knapp zwei Monate nach einem brutalen Angriff auf zwei Polizisten in Oberhausen, sind die Beamten wieder dienstfähig. Von den Tätern fehlt weiterhin jede Spur. Archivbild: Tom Thöne / WAZ FotoPool
Knapp zwei Monate nach einem brutalen Angriff auf zwei Polizisten in Oberhausen, sind die Beamten wieder dienstfähig. Von den Tätern fehlt weiterhin jede Spur. Archivbild: Tom Thöne / WAZ FotoPool
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Oberhausen/Gelsenkirchen. Wie beim Angriff eines 21-Jährigen Dienstagnacht wurden am 14. Juni zwei Polizisten in Oberhausen brutal attackiert, unmittelbar nachdem sie den Einsatzort erreicht hatten. Beide Beamten sind wieder dienstfähig. Von den Tätern fehlt jede Spur.

In beiden Fällen attackierten die Täter die Polizisten sofort und ohne Vorwarnung mit äußerster Brutalität, als die Beamten ihren Einsatzort erreichten: beim Angriff in der Nacht auf Dienstag in Gelsenkirchen und am Abend des 14. Juni in Oberhausen. Während die Streife in Gelsenkirchen nach der Meldung eines - bislang fraglichen - Verkehrsunfalls ausrückte, hatte die beiden Oberhausener Einsatzkräfte ein Bürger auf Drogendealer oder -konsumenten auf der bewaldeten Knappenhalde hingewiesen. Dort hatten dann mehrere Täter mit harten Gegenständen hinterrücks auf die Polizisten eingeschlagen.

„Die Ermittlungen dauern noch an“, sagt Detlef Nowotsch von der Duisburger Staatsanwaltschaft knapp zwei Monate nach dem Angriff in Oberhausen. „Der Polizei liegen keine neuen Erkenntnisse vor.“ Heißt: Von den Tätern fehlt weiterhin jede Spur. Ob die Ermittler zumindest den Hinweisgeber vom 14. Juni identifiziert oder gar vernommen haben, war nicht zu erfahren.

Die einzig gute Nachricht: Die beiden 33 und 39 Jahre alten Polizisten sind nach Auskunft von Oberstaatsanwalt Nowotsch wieder im Dienst. Einer der beiden Männer war wegen schwerer Kopfverletzungen auf der Intensivstation behandelt worden.

Mehrere brutale Angriffe an Rhein und Ruhr

Nach dem brutalen Angriff hatten Polizeigewerkschaft (GdP) und Politiker mehr Personal und strengere Gesetze gefordert, Polizeikreise beklagten zweistellige Zuwachsraten bei den Angriffen auf Polizisten.

An der Darstellung, dass der Angriff in Oberhausen zumindest wegen der Brutalität und Heftigkeit ein Einzelfall war, schürt nicht nur die Messer-Attacke in Gelsenkirchen Zweifel. An Rhein und Ruhr waren in der jüngeren Vergangenheit mehrfach besonders brutale Angriffe auf Polizisten bekannt geworden:

In Bochum etwa war eine Beamtin nach einer Prügelattacke eines Autofahrers in der Nacht des 7. März mehrere Wochen arbeitsunfähig. Ein Jahr zuvor schlug ein 16-Jähriger einen 30-jährigen Polizisten auf einem Bahnsteig in Wesel zusammen, und im November 2010 verprügelten zwei Randalierer in Duisburg-Rheinhausen zwei Polizisten außer Dienst.

 
 

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