Neuer elektronischer Aufenthaltstitel für Nicht-EU-Ausländer

Foto: Jakob Studnar/WAZ

Oberhausen. Aufgrund einer neuen EU-Richtlinie wird nach Angaben der Stadt ab sofort der elektronische Aufenthaltstitel für Ausländer eingeführt. Betroffen sind ca. 20 000 der etwa 25 000 in Oberhausen lebenden Ausländer, die meisten türkischer Herkunft; für EU-Bürger gilt die Regelung nicht.

Während bisher ein Aufkleber im Pass die notwendigen Informationen beinhaltete, wird zukünftig eine Plastikkarte in der Größe einer Scheckkarte ausgestellt. Wie auch beim neuen Personalausweis werden nunmehr die notwendigen Informationen auf einem Chip gespeichert.

Die Daten werden auf elektronischem Wege der Bundesdruckerei in Berlin zugeleitet. Die produzierten Karten werden der örtlichen Ausländerbehörde geschickt. Für die Zwischenzeit wird eine entsprechende Bescheinigung ausgestellt. Der Hintergrund dieser Änderung: Die Fälschungssicherheit soll erhöht und Kriminalität damit besser bekämpft werden können.

Zusätzliche Wartezeit

In der ersten Zeit müssen die Antragsteller mit zusätzlichen Wartezeiten zu rechnen. Es empfiehlt sich daher für Inhaber einer befristeten Aufenthaltserlaubnis, eine frühzeitige Antragstellung (zwei Monate vor Ablauf der Genehmigung). Personen mit einem Daueraufenthaltsrecht sind erst zum Ablauf der Gültigkeit des Passes betroffen. Ein sofortiger Umtausch ist bei einem gültigen Aufenthaltstitel nicht notwendig, meint die Stadt.

 
 

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