Neuer Anlauf an der Marina

Foto: Hans Blossey
Foto: Hans Blossey
Foto: Hans Blossey

Oberhausen. Auf dem Grundstück an der Marina zwischen Aquapark und Hafenbecken ist wieder ein architektonisch ausgefallenes Gebäude in Planung. Für das Gelände wurde ein Architekturwettbewerb unter dem Titel „Pulpo“ – als Hommage an den Kraken Paul – ausgeschrieben. Das WM-Orakel von 2010 habe den Standort international bekannt gemacht. Entstehen sollen an der Marina neben Büroflächen auch Hotel-Apartments „für Manager und Touristen“, so die Kölner Günther Fischer Gesellschaft für Baubetreuung, die das Grundstück im April erworben hat.

Vorgängerprojekt fand keinen Investor

Um eben dieses Grundstück an der Marina besser vermarkten zu können, hatte der ehemalige Eigentümer Oberhausener Gebäudemanagement (OGM) gemeinsam mit einem Düsseldorfer Architekturbüro das Modell „Cantilever“ (englisch für „Auskragung“ oder „Kranhaus“) entwickelt und vor rund einem Jahr vorgestellt. Laut der Pläne sollte zum Rhein-Herne-Kanal hin ein kranartiges Bürogebäude entstehen. Von einem Vorzeigeobjekt mit geothermischer Heiz- und Klimatechnik war die Rede.

Auf der Gewerbeimmobilienmesse Expo Real im Oktober vergangenen Jahres in München wurde „Cantilever“ noch präsentiert, doch ein Investor für das Vorhaben konnte nicht gefunden werden.

Wohl aber habe ein anderer interessierter Projektentwickler Gefallen an dem Gelände mit der „urbanen Wasserlage“ gefunden, erklärt OGM-Sprecher Alexander Höfer. Die Günther Fischer Gesellschaft für Baubetreuung wolle das Projekt nun vermarkten, allerdings unter einem anderen Motto.

Beurteilungskommission mit verschiedenen Vertretern

So ist der Ideenwettbewerb „Pulpo“ entstanden, zu dem Architekturbüros aus Berlin, Köln, Düsseldorf und Zürich Entwürfe eingereicht hätten. Am Donnerstag hat eine Beurteilungskommission mit Vertretern von Stadt, Wirtschaft und Politik bei einer Jurysitzung zusammengesessen, in der die Wettbewerbsteilnehmer ihre Konzepte für das neue Gebäude vorstellten.

Ob es für das neue Projekt einen Investor gibt, ist nicht bekannt. Ebenso wenig, ob man bestimmte Mieter im Blick hat. Zuletzt war zu hören, die Werbeagentur Bassier, Bergmann & Kindler (BB&K) habe Interesse an einem neuen Sitz an der Marina. Das Unternehmen hatte lange mit einem Umzug ins ehemalige Lyzeum geliebäugelt und nach dem Scheitern der Verhandlungen von einem Wegzug aus Oberhausen gesprochen. Dann schlug man ihr offenbar die Marina vor. „Das ist für uns kein Thema mehr“, hieß es nun jedoch. In Oberhausen bleiben will man aber doch, offenbar kann man sich am jetzigen Standort TZU vergrößern. „Wir bleiben, wo wir sind.“

 
 

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