Musiksender Viva sagt Comet-Preisverleihung in der Arena Oberhausen ab

Skandal-Rapper Sido bei der Comet-Verleihung 2011 in der Arena Oberhausen. Foto: Ulla Emig/WAZ FotoPool
Skandal-Rapper Sido bei der Comet-Verleihung 2011 in der Arena Oberhausen. Foto: Ulla Emig/WAZ FotoPool
Foto: Ulla Emig WAZFOTOPOOL
Der Sender Viva hat die diesjährige Comet-Verleihung abgesagt. Grund dafür sind fehlende Sponsoren, aber auch die Verleihung der European Music-Awards, die 2012 in Deutschland gastieren. Auch wenn noch nicht fest steht, wann der Comet wieder überreicht wird, gehen Viva und auch die Arena davon aus, dass es weiter geht.

Oberhausen.. Die Oberhausener Arena ist in diesem Jahr um ein großes Musik-Event ärmer: Der Musiksender Viva hat die Verleihung des Musikpreises Comet für 2012 abgesagt. Diese Entscheidung ist im Laufe der Woche gefallen. Dafür gibt es mehrere Gründe, erklärte Viva-Sprecher Michael Frohoff im Gespräch mit der WAZ Mediengruppe. Erstens fehlen für die Comet-Verleihung in Oberhausen die Sponsoren, zweitens gastieren am 11. November die MTV-Awards in Deutschland, auf die sich der Musiksender in diesem Jahr konzentrieren will.

„Wir hatten uns schon Ende vergangenen Jahres Gedanken darüber gemacht, den Comet eventuell in den Herbst zu verlegen.“ Mit den European Music Awards, die im November verliehen werden, wäre es laut Frohoff schon recht eng geworden, zwei große Events auf die Beine zu stellen. Bislang war der Preis an nationale Top-Acts immer im Mai verliehen worden.

Comet 2011: Massig Sternchen - wenig Top-Stars

Generell wolle Viva aber am Austragungsort und auch der Comet-Verleihung festhalten: „Oberhausen ist unsere Comet-Stadt und der Preis passt zur Region“, so Frohoff. Über die Verleihung im Jahr 2013 habe man aber noch nicht gesprochen, „die Entscheidung wird erst gegen Ende des Jahres fallen.“ Bereits 2006 hatte Viva die Comet-Verleihung einmal absagt.

Schon 2011 war die Preisverleihung in Oberhausen schon etwas kleiner ausgefallen und der Publikums-Zuspruch rückläufiger. Insgesamt wirkte die Gästeliste schwächer als in den Vorjahren: massig Sternchen – wenig Top-Stars. Rund 8000 Fans feierten die nationalen Musikpromis wie Lena Meyer-Landrut, Sido und Culcha Candela. Als internationale Acts traten Madcon, The Big Time Rush und die irren Iren Jedward, die die Zuschauer schon beim European Song Contest beeindruckt hatten, auf.

Zweitgrößter nationaler Musikpreis

Auch das sei nicht als Signal zu werten, dass Viva den Comet nach seiner 16. Auflage einstellen will: „Das hängt auch immer damit zusammen, welche Top Stars zu dieser Zeit in Deutschland oder Europa auf Tour sind und gebucht werden können“, sagt Viva-Mann Frohoff. Das sieht die Arena-Sprecherin Nicole Mai ähnlich: „Das hat aber nichts mit dem Format zu tun. Solch eine Veranstaltung steht und fällt mit der Künstlerriege.“

Dass es den Viva-Preis in seiner jetzigen Form weiter geben wird, dessen ist sich Nicole Mai deshalb zu „99,9 Prozent“ sicher. „Schließlich ist der Comet eines der größten Szene-Ereignisse und nach dem Echo der größte nationale Musikpreis in Deutschland“, sagt Mai. Auch gegenüber der Arena-Betreibergesellschaft SMG Entertainment habe der Musiksender die Absage mit den EMA-Awards erklärt. Also von Trauer in Oberhausen nach der Absage keine Spur.

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