Mord-Prozess in Duisburg: Angeklagter schockt vor Gericht mit DIESEN Worten

Marcel L. (34) gestand vor Gericht die Tortur seines alten Freundes.
Marcel L. (34) gestand vor Gericht die Tortur seines alten Freundes.
Foto: WTV News/ dpa Montage: DER WESTEN

Oberhausen/Duisburg. „Ich habe hier ein 1,80 Meter großes Problem – das muss weg!“ Diese schockierende Worte formulierte Marcel L. (34) im Landgericht Duisburg. Der Mann aus Oberhausen ist angeklagt, seinen alten Freund aus „grausamen Beweggründen“ umgebracht zu haben.

Duisburg: Mord in Oberhausen – Marcel L. quälte Kumpel zu Tode

Der Angeklagte soll bei seinem alten Kumpel, den er vom Fußballspielen kannte, Unterschlupf gefunden haben, nachdem er sich von seiner Freundin getrennt hatte. Genau wegen dieser Ex-Freundin, der Mutter seines Sohnes, entzündete sich laut Marcel L. dann der tödliche Streit.

Die beiden seien tagelang wach gewesen, hätten gemeinsam Amphetamine konsumiert. Das spätere Opfer soll die Ex eine „Hure“ genannt haben, so der Angeklagte. Daraufhin habe er zugeschlagen, gesteht der Angeklagte. Es ist der Beginn eines einwöchigen Martyriums für das Opfer. Täglich schlägt Marcel L. in der Folge zu, zertrümmert seinem Mitbewohner das Jochbein, den Kiefer, den Schädel und die Rippen. (hier mehr zum Fall)

Auch Geldschulden des Opfers sollen bei seinen Ausrastern eine Rolle gespielt haben. Eine Facebook-Bekanntschaft, die für die Tage in der Wohnung einzieht, bekommt alles mit.

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„Er wurde ruhig“, konnte nicht mehr laufen, so der Angeklagte über den sich verschlechternden Gesundheitszustand des Opfers. Am Ende liegt das Opfer mit geschwollenem Gesicht nur noch im Bett, soll sich eingenässt haben. Getreten oder mit einem Messer bedroht habe er sein Opfer nicht, sagt Marcel L. mit ruhiger, fast gleichgültiger Stimme. Aber Töten habe er ihn nicht wollen.

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Wirklich geholfen hat er auch nicht. Statt einen Arzt zu holen, versorgte er sein Opfer mit Suppe und Kühlakkus. Als der Angeklagte und seine Bekanntschaft von einem Weihnachtsmarktbesuch zurückkommen, stellen sie nach über einer Woche der wiederholten Tortur den Tod ihres Mitbewohners fest. Sie suchen Rat bei einem Pärchen der Facebook-Bekannschaft in Werdohl.

Mutmaßlicher Täter will Leiche verschwinden lassen

Hier bittet der Angeklagte mit den Worten „Ich habe ein 1,80 m großes Problem – das muss weg“ um Hilfe. Gemeinsam überlegen sie, wie die immer noch im Bett liegende Leiche ihres Opfers am besten zu entsorgen sei. Verbuddeln oder Häckseln seien die Überlegungen gewesen, so der Angeklagte.

Ein Zeuge, in dessen Wohnung der mutmaßliche Täter und seine Bekanntschaft untergekommen sind, berichtet vor Gericht, er habe das Ganze zunächst für einen Scherz des Angeklagten gehalten.

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Doch nachdem er die Leiche in der Wohnung gesehen habe, wusste er: der meint es ernst. Er und seine Freundin verpfeifen daraufhin den mutmaßlichen Mörder. Sie geben vor einen Nachbarn um Hilfe beim Entsorgen der Leiche zu fragen.

Befreundetes Pärchen ruft die Polizei

Stattdessen rufen sie von dort die Polizei. Die nehmen den ahnungslosen Angeklagten schließlich fest. Er war bereits zweimal in Haft. Jetzt droht ihm lebenslange Haft. Das Urteil wird für Ende September erwartet. (ms)

 
 

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