Mit der „Titanic“ über die Ruhr

Nicht jeder kam trocken ans andere Ufer. Macht nichts. Spaß hatten trotzdem alle.Foto: Kerstin Bögeholz / WAZ FotoPool
Nicht jeder kam trocken ans andere Ufer. Macht nichts. Spaß hatten trotzdem alle.Foto: Kerstin Bögeholz / WAZ FotoPool
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Oberhausen.. Nicht jeder kommt trocken ans Ziel, aber Spaß hat garantiert jeder. Und das gilt nicht nur für die tapferen „Matrosen“ beim großen Pappbootrennen auf der Ruhr, auch die Zuschauer hatten am Samstag eine gute Zeit. CVJM, Ruhrwerkstatt und Christuskirchengemeinde hatten zur sechsten Auflage des spaßigen Wettkampfes geladen. 19 Teams kamen, um die Ruhr zu „bezwingen“ -- mit selbstgebauten Pappbooten in allen möglichen Größen und Formen.

„Das Ziel ist, die andere Seite der Ruhr zu erreichen und sofort wieder zurückzukommen“ erklärt Stefan Melulis von der Ruhrwerkstatt. Das schnellste Team gewinnt. „Für die Zuschauer ist es natürlich witziger, wenn das ein oder andere Boot dabei untergeht.“

Das Rennen eröffnet ein Favorit auf den Pokal. „Im letzten Jahr wurden wir Erster. Das wollen wir natürlich wiederholen“, zeigt sich Mathias (14) vom Team Zänglein zuversichtlich. Mit Bruder Markus (16) und Schwester Alina (11) wird es an den Start gehen. „Wir sind jetzt zum dritten Mal dabei. Beim ersten Mal sind wir leider kurz vor dem Ziel untergegangen, weil sich jemand zu früh gefreut hatte“, sagt Markus und zwinkert dabei seinem kleinen Bruder zu.

Sonderpreis für das schönste Boot

Kaum im Wasser, wird klar: Diese Familienkombo ist auch heute nur schwer zu schlagen. Mit kräftigen Paddelschlägen geht es auf die andere Ruhrseite und zurück. Das Resultat: eine kaum zu unterbietende Zeit. Und auch das Boot sieht aus, als könnte es direkt noch einmal starten. Das kann man von Startnummer Zwei, dem Duo Sarah (15) und Joline (14), wahrlich nicht behaupten. Das Team „Flotte Lotte“ erleidet Schiffbruch: „Hinten ist Wasser reingekommen und vorne hat sich das Boot aufgelöst“, wird anschließend analysiert. Zum Trost gibt es zumindest den Sonderpreis für das schönste Boot.

Doch die Beiden sind natürlich nicht die Letzten, die ein unfreiwilliges Bad in der Ruhr machen. So ergeht es etwa auch der „Poseidon“. Die Namensgebung nach dem Wassergott hilft augenscheinlich nur wenig, ganz schnell heißt es „alle Mann von Bord“. Anders läuft es für die „Titanic“ mit Sophie und Nadja an Bord: „Wir haben den Namen genommen weil wir dachten, wir würden auf jeden Fall untergehen“. Doch die „Titanic“ blieb über Wasser.

Übrigens: Team Zänglein hat es erneut geschafft, gar einen neuen Rekord aufgestellt. „Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei“, versichert „Kapitän“ Markus“.

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