Minigolf-Anlage statt Wasserbahn im Centro-Park Oberhausen

Sieht schlimm aus: Die Wildwasserbahn führt kein Wasser mehr. Erst 2013 wurde sie eröffnet.
Sieht schlimm aus: Die Wildwasserbahn führt kein Wasser mehr. Erst 2013 wurde sie eröffnet.
Foto: FUNKE Foto Services
  • Die mit viel Pomp 2013 eröffnete Wildwasserbahn mit Pinguinen im Centro-Park ist marode
  • Nun plant das Centro mit dem Betreiber Merlin Entertainment eine Minigolf-Anlage
  • Die 36-Bahnen-Anlage soll mit Kunstrasen versehen sein – wie die Vorbilder in den USA

Oberhausen.. Er sollte bis 2017 zur dritten großen Attraktion von Merlin-Entertainment, Europas führendem Betreiber von großen Freizeitparks, im Centro werden: Neben Sealife und Legoland war vorgesehen, den Centro-Park zum großen Sealife-Abenteuerpark auszubauen.

Aber dessen Hauptattraktion, die Wildwasserbahn, geht 2016 nicht mehr in Betrieb. „Sie ist marode und irreparabel“, erklärte Centro-Manager Marcus Remark jetzt. Während bei Merlin am Montag niemand erreichbar war, kündigte Remark an, bis Frühjahr 2017 werde die Wildwasserbahn durch zwei 18-Loch-Anlagen für amerikanisches Minigolfspiel ersetzt.

Große Ankündigungen 2012

Für diese Minigolf-Anlagen ist typisch, dass sie in Kunstrasen verlegt sind. Sie sind völlig frei vom genormten europäischen Minigolf-Standard gebaut und gelten als besonders kindgerecht. „Es wird zwei 18-Loch-Plätze geben“, kündigte Marcus Remark an. Ein Golf-kundiger Investor sei bereits gefunden.

Immerhin müssen Besucher erst einmal keinen Eintritt für den sehr gepflegt wirkenden Park entrichten. Nur für die einzelnen wenigen Fahrgeschäfte muss man noch bezahlen. Der Irrgarten, das Schachspiel oder der Wasserspielplatz können kostenlos besucht werden – und auch die Pinguine.

Mit großen Ankündigungen hatte Merlin 2012 den Centro-Park übernommen. Ein „Ocean Park“ zur Wasser- und Tierwelt aller Kontinente der Erde sollte die Besucher anlocken, typische Meeresbewohner aus den Weltmeeren sollten zu sehen sein. Man wolle über Jahre eine zweistellige Millionensumme investieren, hieß es.

Nur als Auftakt war im April 2013 die Eröffnung der neuen Wildwasserbahn und des Pinguinhauses gedacht. Damit wurde das Thema „Antarktis“ abgedeckt. Jahr für Jahr sollten weitere Zonen hinzukommen. Da war von ei­nem Seehundgehege zum Thema Nordsee die Rede und von Karibik-Welten mit Krokodilen. Wie schon die Pinguine wären diese Tiere vom benachbarten Sealife-Aquarium betreut worden.

Anfang 2014 wurde bekannt, es soll keine weitere Tierhaltung im Sealife-Abenteuer-Park mehr geben. Dafür schwebten werbewirksam im April gebrauchte Fahrzeuge per Kran ein – für den Shanghai-Express, die Schmalspureisenbahn im Centropark. Sie stammten aus dem Heide-Park in Soltau/Niedersachsen, der ebenfalls Merlin gehört. Mehr Attraktionen für Familien kündigte das Unternehmen damals an. Und so eröffnete der Wasserspielplatz und gab es mit der „MS Seegang“ sowie mit „Hip & Hop“ zwei neue Fahrgeschäfte.

 
 

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