Mezger verzichtet wohl auf Pfarramt in St. Clemens in Oberhausen

Bernward Mezger soll auch nicht mehr im Pfarrhaus wohnen, nachdem er auf sein Amt als Propst und Pfarrer verzichtet. Foto: Gerd Wallhorn
Bernward Mezger soll auch nicht mehr im Pfarrhaus wohnen, nachdem er auf sein Amt als Propst und Pfarrer verzichtet. Foto: Gerd Wallhorn
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Nach WAZ-Informationen hat Bernward Mezger aufs Amt als Pfarrer von St. Clemens verzichtet. Das war Voraussetzung, damit Bischof Overbeck einen neuen Pfarrer ernennen kann. Mezger war wegen vermeintlicher homosexueller Umtriebe in die Kritik geraten.

Oberhausen.. Der frühere Propst und Pfarrer der Großpfarrei St. Clemens in Sterkrade soll jetzt Bundeswehrseelsorger sein. Nach WAZ-Informationen habe Mezger zum 1. März dieses Jahres auf sein Amt als Propst und Pfarrer verzichtet. Jetzt hat Bischof Franz-Josef Overbeck die Möglichkeit, einen neuen Pfarrer für die Pfarrei zu benennen, die mit 38 000 Katholiken eine der größten des Bistums ist. Hätte Mezger nicht freiwillig auf sein Amt verzichtet, hätte der Bischof ihn des Amtes entheben müssen. Ein schwieriges Verfahren, wie berichtet wird.

Ein neuer Pfarrer soll indes noch nicht feststehen. Es sei wohl auch nicht einfach, jemanden zu finden, der St. Clemens übernehmen kann und der nach den jüngsten Ereignissen der Sache dort gewachsen sei.

Bernward Mezger war zunächst vom Bischof beurlaubt worden, nachdem man ihm vorgeworfen hatte, auf einer Schwulenkontaktbörse im Internet Partner zum Sex gesucht zu haben. Später war Overbeck zu dem Ergebnis gekommen, Mezger könne weder nach kirchlichem noch nach weltlichem Recht eine strafbare Handlung nachgewiesen werden. Dennoch bat der Bischof Mezger, auf sein Pfarramt zu verzichten.

 
 

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