Oberhausen

Mehr Coverband als Punkrock: Blink 182 enttäuschen in Oberhausen

Blink 182-Sänger Matt Skiba hatte am Dienstag nicht seinen besten Abend.
Blink 182-Sänger Matt Skiba hatte am Dienstag nicht seinen besten Abend.
Foto: imago/Manngold
  • Am Dienstag spielten Blink 182 in Oberhausen
  • Die Stars der Show waren aber vor allem die Vorbands
  • Allen voran: „A Day To Remember“

Oberhausen. Es ist kein gutes Signal, wenn die Stimmung bei der Vorband schon so gut ist, dass sie später nur schwerlich noch besser werden kann.

Tolle Show von „A Day To Remember“

Genau das passierte am Dienstag in Oberhausen. Blink 182 sollten an diesem Abend der Hauptact sein, gefühlt war es jedoch die Vorband: „A Day To Remember“.

Das lag zum einen daran, dass sie musikalisch wirklich gut waren und schon nach drei Songs den Rekord für die meisten Crowdsurfer an diesem Abend gebrochen hatten.

Sänger erwischte ganz schlechten Tag

Zum anderen lag es aber auch daran, dass Blink-182-Sänger Matt Skiba stimmlich nicht seinen allerbesten Tag erwischt hatte. Der Spruch „Die klingen mehr wie ne schlechte Coverband“, machte schon zu Beginn der 75-Minuten-Show im Publikum die Runde. Und es sollte sich auch bis zum Ende nur wenig bessern.

Zugegeben, der Mann, der erst 2015 für Gründungsmitglied und Ex-Blink-Sänger Tom DeLonge eingesprungen war, hatte ein schweres Erbe anzutreten.

Tom DeLonge ist kaum zu ersetzen

DeLonge war die Stimme der Generation, die Cap und Sneaker zum Style erhob.

Der Generation um die 30, die an diesem Abend in die Arena geströmt war, um ihre Hymnen von einst noch mal live zu hören.

Nur die neuen Songs gefielen

Die Generation, die an diesem Abend aber in vielen Momenten auch bitter enttäuscht wurde. Besonders bei der langsamen Nummer “Miss you“ war zu merken, wie wenig Skibas Stimme zum ursprünglichen Sound der Band passt.

Hits wie „All the small things“ oder „What's my age again“ konnte man zu Beginn fast nicht erkennen. Einzig die Songs der neuen Platte „California“ gefielen. Sie wurden schließlich auch mit ihm zusammen aufgenommen.

Wenig talentierte Coverband

Trotzdem: Blink 182 waren an diesem Dienstagabend nicht mehr die Skate-Punk-Heroen von einst.

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