Maite Kelly zeigt Schülern in Oberhausen das Theaterhandwerk

Maite Kelly stattete den Schülerinnen und Schülern des Projekts „TheaterPuls“ am Heinrich-Heine-Gymnasium eine temperamentvolle Visite ab.
Maite Kelly stattete den Schülerinnen und Schülern des Projekts „TheaterPuls“ am Heinrich-Heine-Gymnasium eine temperamentvolle Visite ab.
Foto: Funke Foto Services
  • Die in Köln lebende Sängerin Maite Kelly reiste aus besonderem Anlass nach Oberhausen.
  • Hier gab sie Gymnasisasten viele Tipps fürs Theaterspiel.
  • Bei einem Wetbbewerb der Bertelsmann Stiftung hatten die Schüler die Visite gewonnen.

Oberhausen.. 9.57 Uhr, Aula des Heinrich-Heine-Gymnasiums: Die Schülerinen Mara, Lotte und Pia stehen in blauen T-Shirts auf der Bühne und geben Kostproben aus dem Stück „Dreamtown“. Aufmerksam verfolgt Sängerin Maite Kelly die kurzen Darbietungen, gibt immer wieder Tipps zu Gesten und Sprechweise: „Macht an dieser Stelle eine kleine Sprechpause, eine halbe Sekunde reicht schon, das wirkt dann gleich besser!“

Die Schülerinnen und Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums haben die Visite der prominenten Sängerin beim Jugendintegrationswettbewerb „Alle Kids sind VIPs“ gewonnen. Denn bei diesem Wettbewerb der Bertelsmann Stiftung wurde ihr Stück „Dreamtown“ ausgezeichnet. In dem selbst geschriebenen Schülerstück geht es um die Situation von Flüchtlingen, um die Vielfalt in einer Gesellschaft, um das gegenseitige Helfen und Unterstützen.

Alle Kids sind VIPs

Maite Kelly, das elfte von zwölf Geschwisterkindern der berühmten Kelly Family, ist genau die richtige „Alle Kids sind VIPs“-Botschafterin. „Ich komme ja selbst aus einer Flüchtlingsfamilie“, sagt sie mit Blick auf das weit verzweigte Netz der Kelly Family, für die nationale Grenzen ja kaum eine Rolle spielen – weder künstlerisch noch biographisch. Und so kennt Maite Kelly bei ihrem Auftritt in Oberhausen auch keinerlei Star-Allüren: Konstruktiv geht sie immer wieder auf die einzelnen Schüler ein, diskutiert mit ihnen auf der Bühne und wird dabei selbst für einen Moment zur Darstellerin.

Auch Britta Bayerl, Kulturpädagogin am Heinrich-Heine-Gymnasium, verfolgt aufmerksam das Geschehen. Später zeigen die Schüler ihrem prominenten Gast noch einzelne Auszüge aus „Dreamtown“. Zudem signiert Maite Kelly auch Exemplare ihres als Co-Autorin mitverfassten Kinderbuches „Die kleine Hummel Bommel“; diese signierten Bücher werden an die Ganztags AG „Peace Power“ des Gymnasiums überreicht, die sich für das Friedensdorf engagiert. Die AG wird die Bücher nun an Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten weiterleiten.

Nachmittags absolvierten die Gymnasiasten einen Workshop zum Thema Projektmanagement; schließlich haben sie ihr „Dreamtown“-Stück selbst geschrieben und auch die Vorführungen organisiert, wie etwa den „Dreamtown“-Benefizauftritt im Gdanska. Auch die Öffentlichkeitsarbeit stammt aus Eigenregie. Sie sind also schon ein wenig Experten auf dem Theaterfeld – Maite Kelly krönte nun ihr Projekt.

 
 

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