Oberhausen

Lost Places: Lange war das „Horror-Hotel“ in Oberhausen verlassen – doch was ist DAS?!

Ziehen bald neue Besitzer ins „Horror-Hotel“ in Oberhausen?
Ziehen bald neue Besitzer ins „Horror-Hotel“ in Oberhausen?
Foto: Julia Scholz / DER WESTEN

Oberhausen. Obwohl die Sonne an dem warmen Septembertag durch das Dickicht der Allee in Oberhausen scheint und Kindergeschrei aus der dahinterliegenden Kita zu hören ist, läuft einem ein Schauer über den Rücken. Denn hinter den Bäumen liegt immer noch das „Hotel am Volksgarten“, besser bekannt als das berüchtigte „Horror-Hotel“ von Oberhausen. Einst sorgte es als „Lost Place“ für heftige Schlagzeilen.

Seit mehr als fünf Jahren liegt das gruselige Haus an der Kapellenstraße 80 verlassen da. Doch kommt jetzt Bewegung in den „Lost Places“-Spot? Darauf lassen zumindest drei nigelnagelneu aussehende Briefkästen schließen, die - wie es scheint - als vorübergehende Lösung - am Zaun befestigt wurden und nicht recht ins altertümliche, morsche und überaus schaurige Bild des alten Hotels passen.

„Lost Places“ NRW: Was passiert da im „Horror-Hotel“ in Oberhausen?

Das Glas der Fenster ist kaputt, sie sind nach innen geöffnet und mit Brettern und Holzleisten notdürftig verbarrikadiert. Die Treppe ist renovierungsbedürftig. Die Farbe des Hauses blättert ab. Auch das Holz der Tür könnte einen Anstrich vertragen - oder zumindest vorrangig eine Klinke bekommen - damit die neuen Besitzer auch ohne Probleme hineingehen können.

Dass hier jemand wohnt, ist kaum vorstellbar. Und doch erzählen Passanten vor Ort, dass sie dort schon öfters die Beleuchtung wahrnahmen. „Ab und an habe ich Licht brennen sehen. Aber wohnen wird da ja wohl keiner. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es eine Heizung gibt, so wie es aussieht“, sagt eine Frau, die anonym bleiben möchte gegenüber DER WESTEN.

„Es ist furchtbar!“

„Es ist furchtbar!“, sagt sie weiter und erzählt, dass der Verfall immer schlimmer werden würde. Immer mehr Fenster seien im Laufe der Zeit zerstört worden.

------------------------------------

• Mehr Themen:

Das Horrorhotel in Oberhausen im Volksgarten: Deshalb darf jetzt niemand mehr den Lost Place betreten!

Früher sehr prunkvoll, heute nur noch gruselig – diese Lost Places stecken voller Erinnerungen

• Top-News des Tages:

Whatsapp: Irre! DIESE neue Funktion hast du jetzt – aber Vorsicht!

Wetter in NRW: Hitze kommt zurück, doch nicht nur das ...

-------------------------------------

Eine Kindergartenmutter kennt das Hotel schon lange. Verlassen? Nein. „Regelmäßig rennt da jemand rum“, meint sie. „Freitag oder Samstag stand sogar die Tür ganz weit auf“, berichtet sie weiter. „Das ist voll gruselig“, sagt auch ihr kleiner Sohn.

Youtube Lost Place

Die Videos, die im Internet über das Hotel kursieren, seien ihr durchaus bekannt. Darin ist zu sehen, wie manch ein sogenannter „Lost Placer“ in das Hotel klettert. Doch das ist eigentlich verboten.

Dass das Hotel einfach geschlossen wurde und alle Gegenstände genauso wie sie waren stehengelassen wurden. „Doch uns wurde gesagt, dass es leer drinnen ist. Aber ich weiß es nicht“, meint die Mutter.

Fakt ist: An den beiden Briefkästen stehen derzeit zwei Firmennamen: „HDS GmbH“ und „A.E.S. GmbH“. Die eine wohl eine Steuerberatung und die andere eine Dienstleistungsfirma aus Voerde. Letztere teilte gegenüber DER WESTEN mit, dass sie nicht wisse, warum der Name an besagtem Briefkasten hänge. Damit etwas zu tun habe die Firma aber keinesfalls.

Die WAZ hatte bei ihren Recherchen den Besitzer ausfindig gemacht: ein Messingschild hing vor einigen Wochen noch am Bauzaun mit dem Namen Harald Scheerer.

Neuer Besitzer will nicht über seine Pläne sprechen

Doch der Versuch, ihn telefonisch zu kontaktieren, scheiterte bislang. Falsche Nummer - so als sei das Kabel von Geisterhand aus der Steckdose gezogen worden.

Doch auf WAZ-Nachfrage soll er sich nun als neuer Besitzer zu erkennen gegeben haben. Seine weiteren Pläne? Ein Geheimnis. Ob er dort eingezogen sei? Bisher nicht.

Ein Anliegen hat der Steuerberater allerdings: „Wir hatten in der letzten Zeit viel Pech mit Leuten, die in verlassene Orte einbrechen. Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat — und noch dazu gefährlich“, sagte er der Zeitung. Deshalb werde das Hotel rund um die Uhr videoüberwacht. Auch am Eingang steht: „Ich bin kein Lost Place. In mir wird gearbeitet.“

+++Das Horrorhotel in Oberhausen im Volksgarten: Deshalb darf jetzt niemand mehr den Lost Place betreten!+++

Das Hotel im Volksgarten in Oberhausen ist seit 2014 geschlossen. 2017 sollte das Hotel für einen Euro zwangsversteigert werden. Doch kurz vor dem angepeilten Versteigerungstermin wurde das Verfahren gestrichen.

Zu Betriebszeiten galt es als eines der schlimmsten und heruntergekommensten Hotels in Deutschland - weit über Oberhausen hinaus war es als „Horror-Hotel“ bekannt.

2018 hatte es im sogenannten „Horror-Hotel“ gebrannt

Besucher hatten sich in Bewertungsportalen schockiert geäußert und abgewohnte Zimmer, Dreck und das unfreundliche Personal kritisiert. Im vergangenen Jahr hatte es dort gebrannt. Bleibt also abzuwarten, wie es weitergeht mit dem „Horror-Hotel“. Vielleicht wird es ja eines Tages in neuem Glanz erstrahlen.

 
 

EURE FAVORITEN