Letzte Vorbereitungen für große Fronleichnamskirmes in Sterkrade

Das Riesenrad steht schon.
Das Riesenrad steht schon.
Foto: WAZ FotoPool
In Sterkrade haben die Vorbereitungen für die große Fronleichnamskirmes begonnen. Das Riesenrad steht schon vor dem Rathaus. In diesem Jahr sind 380 Schausteller mit 16 Kinderkarussells und 21 Großfahrgeschäften dabei. Das Volksfest sei nicht weniger bedeutsam als Crange, finden die Schausteller.

Oberhausen.. Das 55 Meter hohe Riesenrad steht vor dem Technischen Rathaus bereits stramm als wolle es verkünden: „Bald geht’s los.“ Vom 6. Juni an dreht sich in Sterkrade alles um die Fronleichnamskirmes: 380 Schausteller, 16 Kinderkarussells, 21 Großfahr- und Belustigungsgeschäfte sind nur die Eckdaten für den sechstägigen Straßenspaß.

Nach der Kritik der vergangenen Jahre am Schrumpfprozess der Fläche und Attraktionen – Kirmeskenner befürchteten, die Traditionsveranstaltung drifte in Bedeutungslosigkeit ab – kann Sina Illmann, Mitorganisatorin bei der Stadtverwaltung, nun positiv melden: Es gibt ein Fahrgeschäft mehr als zuvor, weil man die Fluchtwege umgestellt hat. Außerdem hat die Kirmes gleich fünf neue herrlich schwindelerregende und magenumkrempelnde Fahrvergnügen im Gepäck.

Jahrmarkt Schausteller Bernd Steinmeister fällt es deshalb nicht schwer, die Sterkrader Kirmes in einem Atemzug mit den zwei Großen in Crange und Düsseldorf zu nennen: „Die Fronleichnamskirmes ist ein Highlight und für uns sehr bedeutend.“ Am Eröffnungstag überträfen die Besucherzahlen in seinem „Bierpavillon“ locker die von Crange, schwärmt der Eigentümer: „unerreicht“. Jetzt muss für Steinmeister nur noch das Wetter mitspielen – 22 Grad und bedeckter Himmel wären wohl ideale Kirmesbedingungen – und die Fußball-Organisation Uefa. Wenn sie die Lizenz erteilt, will der „Bierpavillon“ auch die EM-Partien zeigen.

Erheblicher Aufwand

Ob aber am leichten Aufwärtstrend durch weitere Platzorganisation geschraubt werden kann, ist ungewiss bis fraglich. Der Aufwand, die vorhandenen Flächen bereit zu stellen, sei jetzt schon erheblich, sagt Illmann. 46 Laternen, eine Stele und zahlreiche Verkehrsschilder müssen dafür entfernt und später wieder angebracht werden. Auch Stadtsprecher Reiner Suhr betont, dass es in der Sterkrader City keine zusätzlichen Plätze mehr für Fahrgeschäfte und ähnliches zu bestellen gäbe.

Die Besucher müssen die Parkhäuser am Rathaus und Kaufland erreichen können, und normales Einkaufen müsse ebenso möglich sein, gibt Suhr zu bedenken. Schon deshalb könne man nicht – wie Kirmesfans vorgeschlagen haben – die Bahnhofstraße bis zum Hallenbad oder weitere Teile des Eugen-zur-Nieden-Rings dafür sperren.

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