Legoland Oberhausen - Neue Modelle kommen, alte Kritik bleibt

Mareike Fangmann
Sie sind stolz auf ihr Rheinturm-Modellbau-Projekt: Horst Baumann (re.) und Dennis Grünenbaum zeigen schon mal das vorläufige 2D-Modell.
Sie sind stolz auf ihr Rheinturm-Modellbau-Projekt: Horst Baumann (re.) und Dennis Grünenbaum zeigen schon mal das vorläufige 2D-Modell.
Foto: WAZ FotoPool
Das Miniland im Legoland Discovery Centre Oberhausen wird mit Modellen von dem Düsseldorfer Rheinturm und voraussichtlich auch dem Flughafen aufgestockt. Nach einem Jahr zieht der Betreiber am neuen Standort am Centro insgesamt eine positive Bilanz. Aber einige alte Probleme bleiben.

Oberhausen. Sie begleiten viele durch die Kindheit und begeistern noch so manchen Erwachsenen: Legosteine sind Kult. Auch in Oberhausen kann man seit einem Jahr im Legoland Discovery Centre selbst Modelle bauen und bestaunen. Zwei neue Modelle sollen das Ganze nun noch anschaulicher machen. Einige alte Probleme dagegen bleiben.

„Kinderlose Erwachsene kommen immer noch nicht rein. Das ist aber weltweit so geregelt“, sagt Sprecherin Klara Brinkmeier. Der Grund: Das Legoland sei für Kinder da, zu viele Erwachsene würden der Atmosphäre schaden. Für ältere Legofans gebe es auf sie abgestimmte Fanabende.

Ruhrturm mit komplexer Technik

Auch bei weiteren Kritikpunkten mehrerer Besucher, wie den fehlenden Toiletten im Eingangsbereich oder den als zu hoch angesehenen Preisen (wir berichteten), sieht man keinen Handlungsbedarf: „Die Preise sind überall so“, sagt Brinkmeier. „Und es gibt ja die Möglichkeit, die Personal- oder Shoptoilette zu benutzen.“

Stattdessen wurden andere Dinge in den Blick genommen. Das erste Ziel: Nach den Sommerferien soll es ein detailgetreues Modell des Düsseldorfer Rheinturms geben, das mit 2,40 Meter – also im Maßstab 1:100 zum Original – das größte in der Sammlung darstellen wird. „50.000 Steine werden darin verarbeitet“, sagt Dennis Grünenbaum, der die Modelle plant und realisiert.

Die technischen Extras wurden mit Hilfe von Horst Baumann konzipiert, der auch bei der Planung des Rheinturms mitwirkte. „Der Aussichtsturm soll sich drehen, und auch den funkgesteuerten Zeitpegel mit LED-Lichtern wird es geben“, verspricht Grünenbaum. „Diese Vorgehensweise den Kindern zu erklären, wird aber wohl schwierig“, vermutet er.

Mit Betreibern des Flughafens Düsseldorf in Verbindung

Der fertige Turm wird einen fünfstelligen Betrag verschlingen; „etwa 12.000 Euro“, schätzt der Planer. Andere Modelle wie der Signal Iduna Park-Nachbau haben ca. 60.000 Euro gekostet. Aber lohnen sich solche Investitionen überhaupt? Die Verantwortlichen denken: durchaus. Man sei gut in das Jahr 2014 gestartet. „Nach der ‘Findungsphase’ kommen langsam Veränderungen, um das Centre noch attraktiver zu machen“, sagt Brinkmeier. Die neuen Modelle würden genau das tun und das Interesse von großen und kleinen Ruhrgebietlern wecken.

Auch der im März eröffnete Bereich zur Lego-Serie Ninjago soll als interaktive Station weitere Besucher locken. Wunschziel zum Ende des Jahres ist ein Modell des Düsseldorfer Flughafens; mit den Betreibern stehe man dazu in Verbindung.