Kunden stehen Schlange vor neuem Baumarkt in Oberhausen

Die Weihnachtsbäume im Hornbach-Markt in Oberhausen gingen weg wie geschnitten Brot.
Die Weihnachtsbäume im Hornbach-Markt in Oberhausen gingen weg wie geschnitten Brot.
Foto: Joachim Wasserthal
Am Eröffnungstag des neuen Hornbach-Marktes in Oberhausen war der Parkplatz bereits um sieben Uhr morgens voll. Besonders beliebt waren die günstigen Weihnachtsbäume für fünf Euro: Nicht wenige Besucher nutzten das Angebot und kauften gleich mehrere der Nordmanntannen.

Oberhausen.. „Meine Frau hat gesagt, um die Uhrzeit ist da noch nicht viel los. Aber das war wohl nix“, sagt der freundliche Herr und macht sich auf den Weg zum Hornbachmarkt am Centro. Seinen Wagen musste er hinter dem Baumarkt abstellen, weil auf dem Parkplatz nichts mehr geht. Es ist kalt, es ist dunkel, es sieben Uhr morgens, es ist voll.

Vor dem riesigen Sattelschlepper, der neben dem Baumarkt steht, drängeln sich die Menschen. Drinnen im Markt haben sie fünf Euro bezahlt, dafür einen Beleg erhalten, mit dem sie jetzt vor der Ladefläche des Lasters stehen, bis sie dran sind und ihren Weihnachtsbaum in die Hand gedrückt bekommen – fix und fertig verpackt. Nicht wenige nutzen das günstige Angebot und kaufen gleich drei, vier oder auch fünf Nordmanntannen ein. Für die Familie, für Verwandte, für Freunde...

Gewinnspiel und Fußballkicker

Währenddessen knubbeln sich im Eingangsbereich weitere Kunden und füllen fleißig Teilnahmekarten für das Gewinnspiel aus. Um 8 Uhr ist Verlosung. Andere nutzen die aufgestellten Fußballkicker zu einem kleinen Spielchen oder gönnen sich einen Becher Kaffee. Sicherheitspersonal sorgt dafür, dass es reibungslos rein und raus geht. Aus dem Lautsprecher erklingt „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen.

Drinnen im Markt ist es um die Uhrzeit deutlich weniger belebt. So ist auch kein Problem, einen kundigen Mitarbeiter zu finden und sich zum Beispiel das Befestigungssystem für Fußleisten oder die passende Schraubengröße erklären zu lassen. Auch die Sanitär- und Badabteilung stößt auf Interesse, Badewannen und Duschen werden eingehend betrachtet. „Ich bin nur aus purer Neugier hier, ich will einfach nur mal schauen,“, sagt ein Kunde, während er an einer Mitarbeiterin vorschlendert, die gerade mit einem Tuch ein Regal säubert. Meterhoch stapeln sich im Baustoffzentrum die Waren: Zäune, Mörtelsäcke, Holzlatten, Rigipslatten. Die Einfahrt ist weit geöffnet.

Hunderte Bäume abgegeben

Die Schlange vor dem Sattelschlepper hat sich mittlerweile etwas gelichtet. Es ist 7.30 Uhr und nur noch zwei Paletten stehen auf der Ladefläche. Wie viele Bäume er bereits abgegeben hat? Der Mitarbeiter zuckt mit der Schulter: „Kann ich nicht sagen. Hunderte“.

Fünf davon hat Marita Winter. „Ich war um 6.30 Uhr schon hier“. Ebenso wie Dennis Huhmann, der außer drei Bäumen noch ein paar Styroporplatten gekauft hat. Marc Reichenbach hat seinen Baum lieber im Geschäft erworben. „Für 13 Euro, aber dafür habe ich ihn mir auch aussuchen können.“

Es ist 8 Uhr. Die Verlosung beginnt. Der Hornbach-Parkplatz ist weiterhin rappelvoll.

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