Künstler bauen ein neues Oberhausen

Sie bauen das neue Oberhausen: Die Geheimagenten kehren mit Kind zurück, das inzwischen zwei Jahre älter ist als auf dem Foto.
Sie bauen das neue Oberhausen: Die Geheimagenten kehren mit Kind zurück, das inzwischen zwei Jahre älter ist als auf dem Foto.
Foto: WAZ FotoPool
Geheimagenten kehren als Kultur-Architekten nach Oberhausen zurück. Wettbüro wird Zentrum für Kreativ-City und Treffpunkt für die Bürger.

Oberhausen.. Sie entwickelten eine neue Währung für Oberhausen, weil sie festgestellt hatten, dass es hier kein Geld mehr gibt. Sie ließen uns wetten, um uns die verloren gegangene Zukunft zurück zu geben. Jetzt kehrt die Geheimagentur zurück, um die gesamte Stadt neu zu erfinden. Mit uns, für uns und mit Unterstützung von anderen Kreativen.

„Wir bauen eine neue Stadt, weil’s hier keine Stadt mehr gibt“, sagt einer der drei Haupt-Agenten des Künstler-Kollektivs, dessen Markenzeichen es nach wie vor ist, ohne Namen aufzutreten.

Künstlerisches Spielfeld

Wir akzeptieren das und nummerieren sie: Agent eins, zwei und drei. Elf Tage lang, vom 1. bis zum 11. September, wird Oberhausen ein künstlerisches Spielfeld. „Das Theater schläft dann noch“, sagt Agent Nummer zwei. Dennoch hat das Theater sehr wohl wieder etwas mit dem erneuten Gastspiel der Geheimen zu tun. Das Projekt Actopolis, in dem Kreative aus auf der Balkanroute liegenden Städten und unseres Theaters gemeinsam Kunst-Aktionen für die jeweiligen Orte erfinden und durchführen, hat die Geheimen als Kurator für Oberhausen engagiert. Die haben sich bereits ins Zeug gelegt. Einige Akteure sind schon gefunden, andere, die sich für besondere Angebote interessieren, werden noch gesucht: „Wir brauchen Leute für einen Radiosender, und eine Post, wir suchen Superhelden, Leute, die offene Schlafstätten anbieten, Gaststätten mit pay as you wish (Bezahlung nach Wunsch des Kunden), einen 24-Stunden-Kiosk und eine Aussichtsplattform“, sagt Agent zwei. Kontakt per Mail: info@geheimagentur.net.

Geheimagenten kommen bereits Anfang August

Geplant ist ein Festival mit Projekten, an denen sich Bürger beteiligen können, und neuen Ideen, die während des Aktionszeitraumes umgesetzt werden. „Ein Programm mit internationalen Gästen und Aktionen in der gesamten Stadt mit Performances, Interventionen und bildender Kunst“, sagt Agent eins. „Aus jeder an Actopolis beteiligten Stadt kommt ein Abgesandter in die neue Stadt, außerdem haben wir Künstler eingeladen.“

Die feierliche Eröffnung findet am 1. September im Wettbüro statt, mit Stadtführung, Festakt, Party, Tischtennisturnier nach dem Motto: Neue gegen alte Stadt.

Zur Vorbereitung kommen Geheimagenten bereits Anfang August nach Oberhausen. Unterstützt werden sie von Denise Ritter, einer Sound-Artistin, die auch Installationen und Skulpturen beschallt, Dirk Schichting, einem Spezialisten für zeitlich begrenzte Kunst, dem Performer Lars Moritz sowie dem Duo Susanne Kudielka und Kaspar Wimberley.

 
 

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