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Oberhausen

Kriminalität in Oberhausen sinkt - Polizei erklärt, warum sich Bürger dennoch unsicher fühlen

  • Die Oberhausener Polizei hat ihren Kriminalitätsbericht 2017 vorgestellt
  • Es gab 2017 so wenige Straftaten wie seit zehn Jahren nicht
  • Wohnungseinbrüche gehen zurück
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Oberhausen. „Wir bündeln unsere Kräfte‟, sagt Ingolf Möhring, der Oberhausener Polizeipräsident, als er den Kriminalitätsbericht 2017 mit seinen Kollegen Maik Podlech und Peter Mosch vorstellt . Er ist zufrieden.

Weniger Wohnungseinbrüche

Aus dem neuen Bericht geht hervor, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche in Oberhausen zurückgegangen ist. Seit 2013 hat sich die Zahl sogar halbiert. In 2017 wurden 484 Wohnungseinbrüche in Oberhausen verübt. 2016 waren es noch 745.

Die Polizei Oberhausen hat hierfür ein besonderes Augenmerk auf die Wohnungseinbruchskriminalität gesetzt. Mit dem „Oberhausener Konzept‟ haben die Beamten Erfolg. Sie informieren Bürger, wie sie ihre Wohnungen sicherer machen und zeigen Präsenz im Stadtbezirk. Damit könnten sie den Einbrecherbanden öfter das Handwerk legen.

Hinweise aus Bevölkerung sind wichtig

Peter Mosch, Leiter der Direktion Kriminalität, sagt: „Wir sind auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Da sind aufmerksame Nachbarn sehr wichtig. Allerdings ist auch die Präsenz der Polizeibeamten wichtig. Aber meistens sind die nicht da, wo gerade eingebrochen wird. Daher sind Zeugenaussagen, wie die Täter aussehen, wohin sie gelaufen sind oder welches Auto sie fahren, sehr wichtig für uns.‟

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Die Polizei Oberhausen will mindestens jeden fünften Wohnungeinbruch aufklären, das sind 20 Prozent. Doch Peter Mosch sagt auch: „Wenn es mehr sind, die wir aufklären können, umso besser.‟

Weniger Straftaten als vor zehn Jahren

2017 gab es so wenige Straftaten wie seit zehn Jahren nicht. Insgesamt waren es 16.470 Delikte. 2016 waren es noch 17.419.

Die Hälfte aller Straftatem im Jahr 2017 konnten aufgeklärt werden. Die Aufklärungsquote von 56,64 Prozent übertraf dabei die des Vorjahres (53,15 Prozent).

Die Straftaten, die auf der Straße begangen werden, sind sogar auf einem Rekordniedrigstand.

Bürger haben ein anderes Gefühl

„Trotzdem ist das Sicherheitsgefühl der Bürger ein anderes‟, sagt Ingolf Möhring. Die Darstellung der Kriminalitätslage sei anders geworden, berichtet er. Soziale Medien und die Schnelligkeit des Internets spielen dabei eine wichtige Rolle. Denn in den sozialen Netzwerke findet nicht nur die Berichterstattung eine Plattform. Auch Diskussionen bringen neue Informationen und nicht selten kommt es zu Fakenews.

Peter Mosch ist sicher: „Wir können, auf die Statistik Einfluss nehmen. Wir setzen Schwerpunkte wie die Wohnungseinbrüche und sehen jetzt, dass es wirkt. Die Wohnungseinbrüche haben sich von 2013 bis jetzt halbiert.‟

Taschendiebe muss Polizei mehr im Blick haben

Und doch ist nicht alles gut. Die Taschendiebstähle haben zugenommen. Im letzten Jahr gab es 607 Diebstähle. 2008 waren es nur 417, die angezeigt wurden. Denn nur die kommen in die Statisitk. Peter Mosch sagt: „Ob es am Centro ist oder auf der Marktstraße, wir müssen mehr Präsenz zeigen und auch unsere Zivilfahnder müssen dort mehr im Einsatz sein.‟

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Mi, 19.09.2018, 16.32 Uhr

Öffentlichkeitsfahndungen: Annika Koenig, Sprecherin der Polizei Essen, erklärt unter welchen Umständen die Polizei sich bei der Suche nach Tatverdächtigen oder Vermissten an die Bürger wendet.