Kothaufen von Passanten im Vorgarten - Oberhausener sind entsetzt

Barbara Hoynacki
Hundekot ist fast überall auf den Gehwegen zu finden, in Oberhausen hinterließen aber auch Passanten ihre Notdurft in einem Vorgarten.
Hundekot ist fast überall auf den Gehwegen zu finden, in Oberhausen hinterließen aber auch Passanten ihre Notdurft in einem Vorgarten.
Foto: Tom Thöne / FUNKE Foto Services
Passanten verrichten immer wieder ihre Notdurft rund um das Hochhaus City-Forum in Oberhausen. Eine Bewohnerin weiß, wie sich das vermeiden ließe.

Oberhausen. Das City-Forum an der Marktstraße verwandelt sich zunehmend in eine öffentliche Bedürfnisanstalt. Diesen Vorwurf erhebt eine 73-jährige Oberhausenerin, die selbst Eigentümerin einer der Wohnungen in dem mehrstöckigen Gebäude ist.

Die Seniorin berichtet: „Es gibt wohl keine Ecke an unserem Haus mehr, die nicht volluriniert ist.“ Verursacher seien aber nicht nur Männer. „Auch Frauen kommen mit gerafften Röcken schon mal aus dem Gebüsch direkt vor unserer Haustür.“ Selbst direkt vor dem Eingang träfe sie regelmäßig auf Urinlachen. „Ich muss dann höllisch aufpassen, wo ich hintrete, damit ich das nicht in meine Wohnung schleppe.“

Dass sich die Verhältnisse an dem Haus einmal so entwickeln würden, hätte sie nie gedacht. „Viele der Eigentumswohnungen sind im Besitz älterer Oberhausener,die die kurzen Wege zu Geschäften und Ärzten schätzen, nun aber zunehmend unter diesen Zuständen leiden.“

Öffentliche Bezahltoilette in der Nähe

Als die 73-Jährige jetzt auch noch einen Haufen Kot im Vorgarten fand, sei ihr endgültig der Kragen geplatzt. „Das war eindeutig eine menschliche Hinterlassenschaft“, führt die Seniorin entnervt aus. Denn wer in den Vorgarten gelangen wolle, müsse erst ein Tor öffnen. „Außerdem lag Papier daneben.“

Die Oberhausenerin hofft auf eine praktische Lösung des Problems. „An der oberen Marktstraße, ganz in unserer Nähe, gibt es eine öffentliche Toilettenanlage, nur wird die bislang selten genutzt, weil man dafür Geld bezahlen muss.“ Die 73-Jährige ist sich aber sicher: „Würde die Stadt uns darin unterstützen, dass der Betreiber zumindest diese Anlage unentgeltlich öffnet, würde sich die Situation sehr verbessern.“