Konzert macht Lust aufs Flöten

Flötenkonzert im Kindergarten Löwenzahn. In einem Konzert zeigte die Flötengruppe ihr Können und wie sie das Spielen erlernte.
Flötenkonzert im Kindergarten Löwenzahn. In einem Konzert zeigte die Flötengruppe ihr Können und wie sie das Spielen erlernte.
Foto: WAZ FotoPool

Oberhausen.. Die Buchstaben warten noch auf sie, doch Noten können sie schon lesen und Lieder auf der Blockflöte spielen – gemeinsam, taktsicher und ohne dass es quietscht: Das ist eine großartige Leistung für die Vorschulkinder der Löwenzahn-Kita in Alstaden. Zum Abschluss ihres einjährigen Kurses gaben sie gestern ihr erstes Konzert.

Hört, was wir gelernt haben!

Eltern, Großeltern und Geschwister kamen, außerdem Kinder, die nach den Ferien Vorschulkinder werden und dann auch die Chance erhalten, das Flöten zu lernen. „Wir informieren uns, meine Tochter guckt, ob sie beim Flöten mitmachen will“, sagt eine Mutter.

„Ihr hört nun, was wir gelernt haben“, begrüßt die Erzieherin Barbara Brachvogel, die das Projekt leitet, die kleinen Gäste. „Wir zeigen euch erst einmal die Flöten. Während die Zuschauerkinder, die vorn auf Matten sitzen, die Löcher zählen, nehmen noch einige erwachsene Nachzügler-Gäste auf den Stühlen Platz. Frau Bachvogel erklärt, dass es gar nicht so einfach ist, die Flöte nur mit einer Hand festzuhalten. Erschwerend komme hinzu, dass die hohen Töne mit der linken Hand gespielt werden. „Wie haben wir uns die gemerkt?“ „Mit dem Flötenarmband“, kommt’s wie aus der Pistole geschossen, doch das braucht schon lange keines der Flötenkinder mehr.

Von Ton zu Ton

Sie führen nun vor, dass sie erst einmal lernten, vorsichtig in die Flöte hineinzublasen. Wer hat ihnen geholfen, das Spielen zu lernen? „Die Flöten-Lilli!“, ruft ein Mädchen und hält auch gleich ein Bild der Figur hoch, die in der Flötenschule für junge Kinder die Flöten-Anfänger begleitet. Von Ton zu Ton. Mit dem hohen C geht’s los. Sie stimmen das Lügenlied an, den ersten Song, den sie zu spielen lernten. Die Begleitung erklingt von einer CD, die Zuschauer klatschen den Rhythmus mit. Klappt super, der Applaus ist verdient und spornt an zu schwierigeren Liedern.

Das A kommt als zweiter Ton hinzu, das reicht schon fürs Schokoladenlied. Weiter geht’s mit G und E. „Und jetzt brauchen wir nun schon die zweite Hand zum Spielen“, erklärt die Flötenlehrerin. „Nun können wir schon etwas Schweres spielen.“ Amy traut sich, das ganz allein vorzuführen. „Lilli ist traurig“, flötet sie höchst konzentriert. Geschafft. Sie bekommt Beifall und der macht stolz.

Allein oder zu zweit – jedes Kind hat Gelegenheit, ein Lieblingslied vorzuspielen. Ob „Hänschen klein“, „Helgolandlied“, „Heile heile Segen“ oder „Dukatenlied“ – bei jedem Vortrag ist es mucksmäuschenstill. Die Zuhörer bangen kräftig mit, dass es den kleinen Solisten gelingt, die richtigen Töne auch zu treffen. Mit winzigen Fingern ist das nicht einfach. „Wunderbar!“, ruft plötzlich jemand.

Zum Abschluss gemeinsam

Am Ende zeigen noch einmal alle gemeinsam ihr Können. Doch was sie spielen werden, verraten sie nicht. Die Zuschauerkinder sollen das Lied erkennen. Das fällt nicht schwer: „Kuckuck, Kuckuck ruft’s aus dem Wald!“

 
 

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