Kölner ruft zur Demo gegen "Graue Wölfe"-Veranstaltung auf

Gegen eine Veranstaltung der „Grauen Wölfe“ in der Arena formiert sich der Widerstand. Hier das Logo der als rechtsradikal eingestuften Organisation.
Gegen eine Veranstaltung der „Grauen Wölfe“ in der Arena formiert sich der Widerstand. Hier das Logo der als rechtsradikal eingestuften Organisation.
Foto: WAZ FotoPool
Benjamin Schwenk ruft zum Protest gegen die Veranstaltung der türkischen Ultranationalisten "Graue Wölfe" in der Oberhausener König-Pilsener-Arena auf. Unterstützt wird er bei dabei von den Grünen und den Piraten. Bereits am Montag wurde eine Resolution gegen die Veranstaltung verabschiedet.

Oberhausen. „Schluss mit dem Geheule – Graue Wölfe unerwünscht!“ So lautet das Motto, unter dem Benjamin Schwenk zur Mahnwache gegen eine Großveranstaltung der türkischen Ultranationalisten „Graue Wölfe“ am Samstag in der Arena aufruft. Treffpunkt ist um 10.30 Uhr die Haltestelle „Neue Mitte“.

„Ich bin ein ganz normaler Bürger, der zum ersten Mal in seinem Leben eine Demo angemeldet hat“, sagt Schwenk. „Weil es kein anderer gemacht hat.“ Der 38-jährige Softwareentwickler, der in Köln lebt, will der vom Verfassungsschutz beobachteten Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine, bekannt als „Graue Wölfe“, laut eigener Aussage nicht unwidersprochen öffentlichen Raum überlassen.

"Graue Wölfe verachten Christen"

Schwenk: „Es gibt keine Men­schen ers­ter und zwei­ter Klas­se. Genau das aber pro­pa­gie­ren die Grau­en Wölfe. Sie pre­di­gen Hass gegen Kur­den, Ar­me­ni­er und Amerikaner. Sie sind judenfeindlich und verachten Homosexuelle und Christen.“

Zu den Unterstützern des Protest-Aufrufs gehören Andreas Blanke (Grüne), Daniel Düngel (Piraten) und der Alevitische Kulturverein. Der Rat hatte auf seiner Sitzung am Montag mit großer Mehrheit eine Resolution gegen die Veranstaltung in der Arena verabschiedet. „Auch wenn nicht viele kommen sollten, ist das besser, als gar nichts dagegen zu machen“, sagt Schwenk. „Damit später kein Arena-Chef sagen kann, es hätte keinen Widerstand aus der Bevölkerung gegeben.“

 
 

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