Kein Viertel im Viertel sein

Veranstaltungszentrum, Seniorenheim und – hier zu sehen – ein Kindergarten sind in den vergangenen zwei Jahren entstanden. Foto Ulla Emig
Veranstaltungszentrum, Seniorenheim und – hier zu sehen – ein Kindergarten sind in den vergangenen zwei Jahren entstanden. Foto Ulla Emig
Foto: Ulla Emig wazfotopool
Am Wochenende eröffnet die Neuapostolische Kirche ihr Großprojekt „Gute Hoffnung“ in Oberhausen – und betont dessen Offenheit

Noch sind die Arbeiten nicht ganz abgeschlossen, doch schon in wenigen Tagen sollen auch die letzten Handwerker verschwunden sein. Nach zweijähriger Bauzeit eröffnet die Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen am Samstag das Mehrgenerationen-Projekt „Gute Hoffnung“ in Sterkrade – mit Seniorenheim, Kindertagesstätte und Café.

20 Millionen Euro

„Die ersten Bewohner werden am 15. Oktober in das Seniorenzentrum einziehen“, sagt Frank Schuldt, Sprecher der Neuapostolischen Kirche, die in das gesamte Projekt 20 Millionen Euro investiert hat. Die Hälfte der 80 Plätze im Seniorenzentrum sei bereits reserviert. „Die Pflegeeinrichtung ist nach dem Hausgemeinschaftsprinzip konzipiert.“ Jeweils zehn bis zwölf Bewohner der Einzelzimmer teilen sich Aufenthaltsräume mit Wohnküchen-Charakter. Wer will, könne alltägliche Tätigkeiten übernehmen, etwa bei der Zubereitung der Mahlzeiten helfen.

Im Erdgeschoss des Seniorenzentrums liegt das Café-Bistro „Jahreszeiten“ mit angeschlossenen Veranstaltungszentrum. Neben kulturellen Treffen soll die Begegnungsstätte auch für private Zwecke wie Familienfeiern genutzt werden können – etwa von den Mietern und Eigentümer, die in den vier neuen Wohngebäuden leben. Deren und viele andere Kinder können bereits seit Juli in der ersten neuapostolischen Kindertageseinrichtung Deutschlands spielen.

„Ein Lebensraum für Jung und Alt“

„Viele Interessierte finden das Projekt wegen der Kombination und der Lage spannend“, sagt Schuldt. Während Familien von der Kita in direkter Nachbarschaft begeistert seien, freuten sich die älteren Menschen über die Nähe zur Sterkrader Innenstadt und den Einkaufszentren.

Tatsächlich sei in Sterkrade „Ein Lebensraum für Jung und Alt“ – so der Titel des Projektes – entstanden. Die Nähe der Wohngebäude und der einzelnen Einrichtungen zueinander ermögliche ein „Miteinander der Generationen“, findet Schuldt – und spricht von Menschen aller Kulturen und Glaubensrichtungen. Das Gelände solle kein geschlossenes Viertel für Mitglieder der Neuapostolischen Kirche sein, sondern eine Bereicherung für den Stadtteil. „Die Einrichtungen stehen allen offen.“

Hinter die Türen schauen

Am Samstag, 8. Oktober, haben Interessierte die Gelegenheit, die Einrichtungen des nun fertig gestellten Bauprojektes „Gute Hoffnung“ in Betrieb zu erleben. Nach der offiziellen Eröffnung um 12 Uhr stehen die Türen des Seniorenzentrums, der Kindertageseinrichtung und des Veranstaltungszentrum mit Café-Bistro bis 16 Uhr allen Besuchern offen.

 
 

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