„Junges Licht“: Ein Heimatfilm für das Ruhrgebiet

Es hätte keinen besseren Zeitpunkt geben können, als den jetzigen: Regisseur Adolf Winkelmann kehrte am Dienstagabend an den Ort seines Karrierebeginns zurück: In der Lichtburg startete er einst mit Experimentalfilmen bei den Kurzfilmtagen durch, inzwischen ist er rund 45 Jahre im Filmgeschäft. Und dass er das kennt und beherrscht, bewies einmal mehr sein Film „Junges Licht“, der am Dienstag in Oberhausen vorab gezeigt wurde.

Es ist ein Heimatfilm für Ruhrpott-Liebhaber, es ist eine Hommage an den Bergbau und es ist für den einen oder anderen eine Reise zurück in die eigene Kindheit. Dabei waren die Drehbedingungen alles andere als einfach, wie Winkelmann im anschließenden Publikumsgespräch erläuterte. Die Herausforderung lag vor allem darin, einen historischen Film zu drehen, ohne dabei viel Budget zu verschwenden. „Wir mussten vieles weglassen, weil es zu teuer gewesen wäre“, sagte er. Und so sind keine Passanten – und bis auf einen Opel Kapitän – keine Autos, eigentlich nicht viel Originales aus der Zeit der 60er zu sehen. Der Vorteil: „Diese Reduktion führt häufig dazu, dass es besser wird – weil man in dem Film nichts zeigt, nur, weil man es hat.“

Beeindruckend sind auch die Farb- und Formatwechsel in dem Film. „Das Leben von Julian war meistens grau, manchmal aber auch farbig“, sagt der Regisseur, der seinen Film selbst als sehr „präzise“ beschreibt. Wo er Recht hat, hat er Recht.

 
 

EURE FAVORITEN