Jüdische Gemeinde sammelt für das Friedensdorf

Von einem erfolgreichen „Mitzvah Day Deutschland“ am vergangenen Sonntag berichtet jetzt die Liberale jüdische Gemeinde Ruhrgebiet „Perusch“. Sie hat am Friedensplatz in Alt-Oberhausen ihre Bleibe. Es handelt sich um einen weltweiten jüdischen Aktionstag, den der Zentralrat der Juden in Deutschland 2012 erstmals auch ausgerichtet hat. Im vergangenen Jahr beteiligte sich auch die Oberhausener Gemeinde daran.

In diesem Jahr nahm sie den ganzen Tag über Sach- und Kleiderspenden für das Friedensdorf Oberhausen in Empfang. Dazu war das Gemeindehaus nicht nur festlich geschmückt, es wurde auch jüdische Musik gespielt. „Zahlreiche Menschen brachten Kleider, Schuhe, Gardinen, Spielzeug und viele andere Sachen“, sagt der Vorsitzende Lev Schwarzmann. Sie hätten schnell ein Drittel des Festsaals in Beschlag genommen. 50 Personen beteiligten sich an der Aktion. Sie erhalten demnächst noch Gelegenheit, das Friedensdorf auch zu besichtigen.

„Mitzvah“ heißt im Hebräischen „Gebot“. 613 Geh- und Verbote gibt es im Judentum. Die Mehrzahl von ihnen befasst sich mit der Pflicht zum sozialen Handeln und zur Nächstenliebe. Umgangssprachlich ist daraus „die gute Tat“ geworden. Der „Mitzvah Day“ gilt demnach als Aktionstag für soziales Handeln und soll zugleich Aufmerksamkeit schaffen für jüdische Werte. Lev Schwarzmann: „Er beruht auf der Überzeugung, dass jeder – wirklich jeder – unsere Welt positiv beeinflussen kann, weltweit und in unzähligen kleinen Aktionen.“

 
 

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