Jobs für Arbeitslose in Oberhausen im Gesundheitssektor

Sie unterzeichneten den Kooperationsvertrag  (v.li.): Jürgen Koch (Arbeitsagentur), Johann Härtling (DRK) und Georg Sondermann.Foto:Kerstin Bögeholz
Sie unterzeichneten den Kooperationsvertrag (v.li.): Jürgen Koch (Arbeitsagentur), Johann Härtling (DRK) und Georg Sondermann.Foto:Kerstin Bögeholz
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Wohlfahrtsverbände bieten Chancen als Arbeitgeber. Mit der Arbeitsagentur und dem Jobcenter unterzeichneten sie jetzt einen Kooperationsvertrag.

Oberhausen.. Die Agentur für Arbeit, das Jobcenter und die Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Freien Wohlfahrtspflege haben einen Kooperationsvertrag geschlossen. Das Ziel: Die Chancen auf eine Beschäftigung für arbeitslose Menschen im Gesundheits- oder Sozial-Bereich steigern.

„Der Kooperationsvertrag bedeutet aber nicht“, betont Jochen Koch, Vorsitzender Geschäftsführer der Arbeitsagentur, „dass wir vorher nicht zusammengearbeitet haben.“ Vielmehr wollen die Beteiligten die gemeinsame Arbeit weiter ausbauen. „Wir erhoffen uns, dass wir die Zusammenarbeit weiter optimieren können.“

3000 Menschen arbeiten für Wohlfahrtsverbände

Das Potenzial in dem Bereich scheint groß. Die Zahlen sprechen für sich. Im vergangenen Jahr entstanden in Oberhausen 870 neue Beschäftigungsverhältnisse im sozialen Bereich und 35 Ausbildungsplätze. Durch den demografischen Wandel ist die Nachfrage groß.

„Die Wohlfahrtsverbände sind ein riesiger Arbeitgeber“, sagt Johann Härtling, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Freien Wohlfahrtspflege: „Hier bieten sich Chancen für Langzeitarbeitslose, in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu kommen.“ Rund 3000 Menschen arbeiten in Oberhausen aktuell für Wohlfahrtsverbände. Und Härtling, der auch Geschäftsführer des Kreisverbandes des DRK ist, weiß, dass der Personalbedarf in den kommenden Jahren noch steigen wird.

"Die berufliche Perspektive ist hier entscheidend"

Die Kooperation steht auf zwei Säulen. Zum einen geht es darum, dass Jobcenter und Arbeitsagentur qualifiziertes Personal an die Verbände vermitteln. Zum anderen sollen Langzeitarbeitslose durch die Verbände qualifiziert werden. So sind auch gemeinsame Qualifizierungsmaßnahmen geplant. Derzeit sind zwar beispielsweise in Oberhausen 176 Altenpfleger und 224 Menschen aus dem sozialen Bereich arbeitslos gemeldet, aber nicht alle lassen sich leicht in einen neuen Job vermitteln.

Viele sind auf Hilfe angewiesen. „Die berufliche Perspektive ist hier entscheidend“, sagt Jochen Kamps vom Zentrum für Ausbildung und Qualifikation. „Der Anreiz ist immer der Job.“ Genau das will die Kooperation erreichen. Mehr Menschen qualifizieren, damit sie wieder eine Arbeit finden.

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