Ist Oberhausen Provinz?

Oberhausen provinziell? In der Ludwiggalerie werden bedeutende Ausstellungen gezeigt.                                Foto: Kerstin Bögeholz
Oberhausen provinziell? In der Ludwiggalerie werden bedeutende Ausstellungen gezeigt. Foto: Kerstin Bögeholz
Foto: Kerstin Bögeholz
"Es ist die neue Steinbrück-Show, die zurzeit überall läuft. Ob in der Provinz in Oberhausen oder auf der Berliner Hauptstadtbühne", schreibt Berlin-Korrespondentin Heike Anger in einem Porträt über den Ex-Bundesfinanzminister Peer Steinbrück.

Oberhausen.. Was müssen wir da über Oberhausen in internationalen Gazetten wie der angesehenen Düsseldorfer Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“ lesen: „Es ist die neue Steinbrück-Show, die zurzeit überall läuft. Ob in der Provinz in Oberhausen oder auf der Berliner Hauptstadtbühne“, schreibt Berlin-Korrespondentin Heike Anger in einem Porträt über den Ex-Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) als „Reserve-Kanzler“.

Oberhausen, die 210.000-Einwohner-Großstadt, die Wiege der Eisenindustrie, der zentrale Touristenstandort fürs westliche Ruhrgebiet, der Gastgeber internationaler Stars, wird als schnöde „Provinz“ herabgestuft.

Eine depressive Stadt

Noch kürzlich hatte Theater-Regisseur Herbert Fritsch über Oberhausen gesagt: „Es gefällt mir, in einer depressiven Umgebung zu arbeiten, es tut mir gut, ich bin da glücklich. Oberhausen ist eine wirklich depressive Stadt, aber die Menschen sind toll: Sie bedanken sich dafür, dass man für sie Theater macht. Das gibt mir das Gefühl, dass ich in die Arbeitslosigkeit dieser Städte, in die Trostlosigkeit dort, etwas Helles reinbringe.“

Was meinen Sie? Ist Oberhausen „Provinz“? Was empfinden Sie hier als „provinziell“? Was ist hier großstädtisch? Schreiben Sie uns: WAZ-Redaktion, Goebenstraße 57, 46045 OB. Oder an: redaktion.oberhausen@waz.de

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