Ist der Muttertag zeitgemäß?

Z Für mich ist der Muttertag nicht mehr zeitgemäß. Schließlich sollte jeder Tag im Jahr ein Muttertag sein. Ich habe ein leibliches und ein Patchwork-Kind. Die sind mittlerweile 40 und 39 Jahre alt. Groß gefeiert haben wir den Muttertag noch nie. Früher haben wir ein bisschen mehr gemacht, wenn mein Sohn was selbst Gebasteltes aus dem Kindergarten mitgebracht hat. Er hat sich schließlich große Mühe gegeben.“

Z Früher war der Muttertag ja mal sehr zeitgemäß. Aber heute interessieren sich nicht mehr so viele Leute dafür. Man sagt ja auch ‘Und in Afrika ist Muttertag’, wenn man ausdrücken will, wie langweilig etwas ist. Ich habe das Gefühl, dass junge Mütter die Tradition nicht mehr weitergeben. Das ist schade. Denn über Blümchen freut sich doch jede Mutter. Auch wenn sie ein paar Tage später kommen.“

Z Ich finde den Muttertag eigentlich überflüssig. Ich zelebriere ihn trotzdem – allerdings als Tochter. Wie jedes Jahr werde ich meine Mutter besuchen. Mein Vater wird einen Kuchen backen und ich habe eine kleine Überraschung dabei. Was wir an dem Tag dann noch unternehmen werden, entscheiden wir spontan. Ich habe eine enge Beziehung zu meiner Mutter und sehe sie auch ohne Muttertag regelmäßig.“

Z Wenn meine beiden Söhne an den Muttertag denken, freue ich mich. Es ist aber kein Muss. Spannend finde ich, dass sich meine vielen Gastkinder jedes Jahr bei ihrer „deutschen Mama“ melden. Das tut gut. Bislang habe ich den Muttertag hauptsächlich aus der Sicht einer Tochter erlebt. Doch meine Mutter ist Ende vergangenen Jahres gestorben. Mal sehen, was ich am ersten Muttertag ohne meine Mutter machen werde.“

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