Internationale Kurzfilmtage starten in Oberhausen durch

Das 30-köpfige Lichtburg-Team erwartet zu den Internationalen Kurzfilmtagen die Gäste aus aller Welt. Im Programm stehen mehr Filme als je zuvor.

Oberhausen.. Noch einmal schlafen und das Festival beginnt. Am Tag vor der Eröffnung der 62. Internationalen Kurzfilmtage ist das Team der Lichtburg, in deren Kinos die meisten Programme des Filmfests zu sehen sein werden, noch entspannt. „Wir sind vorbereitet, freuen uns auf die Gäste“, sagt Kino-Leiterin Petra Rockenfeller.

Texte werden übersetzt

Zwei Mitglieder ihres 30-köpfigen Festival-Betreuungsteams sind in der Lage, mit den in diesem Jahr wegen des Schwerpunktthemas „Lateinamerika“ besonders zahlreich erwarteten Spanisch sprechenden Gästen in deren Landessprache zu kommunizieren. „Ansonsten setzen wir darauf, dass die Filmemacher Englisch können“, sagt die Kinoleiterin.

Sprachprobleme beim Anschauen der Filme sind ohnehin ausgeschlossen: Wie immer werden die Texte der Filme, egal aus welchem Land sie kommen, von Dolmetschern auf Deutsch eingesprochen. Dafür können sich die Kino-Besucher Kopfhörer ausleihen.

Besonders groß sei das Interesse der nicht akkreditierten Besucher in diesem Jahr an den Kinder- und Jugendprogrammen. „Das liegt am langen Wochenende und daran, dass es erstmalig die Möglichkeit gibt, Karten online zu buchen“, sagt Rockenfeller.

Doppelpremiere bei der Eröffnung

Bereits vor der offiziellen Eröffnung des Festivals, die am Donnerstag, 5. Mai, um 19.30 stattfindet, laufen Filme, um 10.30 Uhr ein Programm des Kinder- und Jugendwettbewerbs für Zuschauer ab sechs Jahren, um 12.30 Uhr die Filmpremiere des von Eike Weinreich mit Jugendlichen der Gesamtschule Weierheide und Schauspielern inszenierten Films, um 17 Uhr das Programm der Preisträger anderer Festivals und um 17.30 Uhr als Kurzfilmtage-Premiere die Eröffnung der Ausstellung der Filmemacher Josef Dabernig und Sun Xun in der Halle des Vereins für aktuelle Kunst im Zentrum Altenberg.

Bei der Eröffnung gibt’s eine Doppelpremiere: Erstmalig wird Oberbürgermeister Daniel Schranz das Oberhausener Traditions-Filmfest eröffnen und erstmalig im neuen Amt als NRW-Kulturministerin wird Christina Kampmann als Rednerin die internationale Kurzfilmszene im Lichtburg-Filmpalast begrüßen.

In gut 100 Vorführungen werden bis zum 10. Mai praktisch nonstop in der Lichtburg sowie im Walzenlager-Kino im Zentrum Altenberg 550 Filme aus 55 Ländern gezeigt, mehr Arbeiten als je zuvor. „Wer verstehen will, wohin sich das Kino entwickelt und welche Alternativen eine Gesellschaft besitzt, kann heute in kurzen Filmen besser als in langen eine Vielzahl von Entwürfen entdecken“, sagt Festival-Leiter Lars Henrik Gass. Die Vielfalt des Ausdrucks, der Art der Erzählungen, der Formen und Experimente in den Programmen, die gezeigt werden, sei enorm.

 
 

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