Interessante Einblicke

Die „Lange Nacht der Industrie“ feiert in diesem Jahr ein kleines Jubiläum: Am 29. Oktober findet sie zum fünften Mal in der Rhein-Ruhr-Region – diesmal mit 89 Unternehmen – statt. Allerdings sind in diesem Jahr keine Oberhausener Unternehmen dabei. In der Vergangenheit engagierten sich auch das Chemiewerk Oxea, die Gemeinschafts-Müll-Verbrennungsanlage Niederrhein (GMVA) oder auch Fitscher Guss bei dieser Veranstaltung. Doch dieses Mal herrscht Flaute in Oberhausen.

Jan Borkenstein von der Industrie - und Handelskammer (IHK) zu Essen, die auch für Oberhausen zuständig ist, bedauert dies, zeigt aber Verständnis für die Unternehmen. Schließlich sei eine solche Aktion mit viel Aufwand verbunden. Das bestätigt auch eine Sprecherin der GMVA, die sich wie Oxea im vergangenen Jahr an der „Langen Nacht der Industrie“ beteiligt hat.

Zu viel Arbeit, zu hohe Kosten

Es müssten Mitarbeiter abgestellt, Sicherheitsvorkehrungen getroffen und die Logistik bestellt werden, heißt es. „Das können nur Unternehmen leisten, die eine gewisse Größe haben“, sagt Borkenstein auf NRZ-Anfrage. In Oberhausen gebe es hingegen viele Mittelständler, die eine solche Aktion personell und finanziell kaum stemmen können.

Dennoch sind einige Unternehmen aus den Nachbarstädten wie Essen, Mülheim oder Duisburg dabei. Interessierte haben ab sofort die Möglichkeit, sich online für die Plätze zu bewerben: www.langenachtderindustrie.de.

Am Abend der Veranstaltung werden von 17 bis 22.30 Uhr je zwei Unternehmen besichtigt. Das Mindestalter ist 14 Jahre. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Gesellschaftsinitiative Zukunft durch Industrie möchte im Schulterschluss mit den Industrie- und Handelskammern, den Unternehmerverbänden und Industriegewerkschaften auch in diesem Herbst der Bevölkerung einen Einblick in Produktionsprozesse ermöglichen.

EURE FAVORITEN

Weitere interessante Artikel