Initiativen machen Politik mobil gegen Bahnlärm

Der Verband aller Bürgerinitiativen entlang der geplanten Hochleistungsgüterbahnstrecke „Betuwe“ fordert die Bundestagsabgeordneten der Bahn-Anrainerstädte auf, sich einer parteiübergreifenden Parlamentarischen Gruppe unter dem Namen „Bahnlärm“ anzuschließen. Damit sind auch die Oberhausener Abgeordneten Bärbel Höhn (Grüne), Marie-Luise Dött (CDU), Niema Movassat (Linke) und Dirk Vöpel (SPD) gemeint.

„Mittlerweile ist unter Experten unumstritten, dass Verkehrslärm nicht lästig ist, sondern definitiv krank macht“, schreibt Gert Bork, Sprecher des Initiativenverbands, in einem offenen Brief. Er mahnt: „Die Krankheitskosten werden in Zukunft die Kosten von Lärmminderung deutlich überschreiten. Alle Verkehrsträger haben die Lärmbelastung in den letzten 20 Jahren deutlich vermindert, außer der Bahn“, meint Bork. Sie sei sogar lauter geworden.

Insbesondere durch die massive Zunahme des Güterverkehrs auf den Schienen in der Region leiden laut Borks Beschreibung in NRW Millionen Menschen unter dem Bahnlärm. „Es wäre ein wichtiges Zeichen, dass die Abgeordneten die Bürger mit ihren Problemen nicht allein lassen. Auch aus NRW sollte dieses positive Signal für parteiübergreifende Initiativen gegen den Bahnlärm im Bundestag kommen“, so Bork.

Mit dem Schreiben schließt sich der Verband der Betuwe-Initiativen einem Aufruf dreier Parlamentsmitglieder an: Die Bundestagsabgeordneten Erwin Rüdel (CDU), Detlev Pilger (SPD) und Tabea Rößner (Grüne) wollen erreichen, dass die Bahnlärm-Gruppe in dieser Legislaturperiode ihre Arbeit aufnimmt.