Immer informiert über Verspätungen in Oberhausen

Kommt der Bus oder kommt er nicht? Über die Internetseiten von Stoag und VRR sowie per Handy-App lassen sich nun Echtzeitdaten anzeigen – inklusive Verspätungen.
Kommt der Bus oder kommt er nicht? Über die Internetseiten von Stoag und VRR sowie per Handy-App lassen sich nun Echtzeitdaten anzeigen – inklusive Verspätungen.
Foto: Ulla Emig/WAZ FotoPool
Das Nahverkehrsunternehmen Stoag bietet nun Echtzeitdaten an. Fahrgäste können die Ankunftszeit der Linien elektronisch abfragen.

Oberhausen.. Der Minutenzeiger auf der Armbanduhr schreitet voran, aber der Bus ist noch nicht in Sicht: Ab sofort möchte die Stadtwerke Oberhausen GmbH (Stoag) ihre Fahrgäste besser und genauer über Verspätungen informieren. Über die elektronische Fahrplanauskunft, die etwa über die Internetseiten der Stoag und des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR), aber auch über eine App auf dem Smartphone abgerufen werden kann, werden nun Echtzeitdaten angezeigt.

Das heißt: Es wird dort nicht mehr, wie bislang, die Abfahrtszeit laut Fahrplan, sondern die tatsächliche Ankunft des Busses oder der Straßenbahn angezeigt – inklusive möglicher Verspätungen. „Es ist der Wunsch eines jeden Fahrgastes, genau zu wissen, wann denn der eigene Bus kommt“, sagt Stoag-Geschäftsführer Werner Overkamp. „Das ist nun möglich, diese Information abzurufen.“

Stoag hat 100.000 Euro investiert

100.000 Euro investierte die Stoag, um die technische Grundlage dafür aufzubauen. „Wir greifen zum Großteil auf unsere bestehende Infrastruktur zurück“, erklärt Overkamp. Bereits in der Vergangenheit sendeten die Busse an bestimmten Kontrollpunkten auf ihrer Strecke ein Signal an den Verkehrscomputer in der Leitstelle. Bisher wurden diese Signale jedoch nicht gebündelt in das System, das zudem mit den Rechnern des VRR kommunizieren muss, eingepflegt. „Das wurde nun durch neue Software gelöst.“

Auf 85 Prozent der in Oberhausen ankommenden Linien soll die Echtzeit-Auskunft funktionieren. „Für Gemeinschaftslinien, die wir etwa mit den Duisburger Verkehrsbetrieben oder anderen betreiben, funktioniert das noch nicht immer“, führt Peter Klunk, ebenfalls Stoag-Geschäftsführer aus. Noch nicht alle Verkehrsunternehmen im VRR seien soweit mit der Technik. „Etwa die Hälfte hat diese Umstellung hinter sich.“

Overkamp verspricht sich durch die genauere Auskunft eine höhere Fahrgastzufriedenheit, da nicht mehr nur an Haltestellen mit Anzeigetafeln diese Daten nun verfügbar werden. „Jeder, der ein Smartphone besitzt, kann sich über die Pünktlichkeit seines Busses informieren“, so Overkamp. „Auch am Strand auf Mallorca.“

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