Im Oberhausener Legoland werden Kinderträume wahr

Die Steine an der riesigen Giraffe vor Legoland sind fest verklebt, das stellten WAZ-Redakteurin Barbara Hoynacki, Sohn Ernest (r.) und sein Freund Friedemann schnell fest.
Die Steine an der riesigen Giraffe vor Legoland sind fest verklebt, das stellten WAZ-Redakteurin Barbara Hoynacki, Sohn Ernest (r.) und sein Freund Friedemann schnell fest.
Foto: Tom Thöne / WAZ FotoPool

Oberhausen.. Werden im neu eröffneten Legoland Oberhausen Kinderträume wahr? Das wollen wir wissen, als wir uns ins Praxisabenteuer stürzen. Als fachkundige Berater an meiner Seite: mein Sohn Ernest (8) und sein Freund Friedemann (8).

Wir liegen gut in der Zeit, als wir von der A42 in Richtung Centro abbiegen. Ich suche nach Hinweisschildern. „Da ist eines“, ruft Ernest aufgeregt. „Du musst links ab“, klärt mich Friedemann auf. Mache ich. Aber, hm, da stand doch noch was drunter. „Habt ihr das lesen können?“, frage ich. „Nö!“

Legoland liegt an der Promenade

Bald haben wir das Centro umrundet. Weitere Hinweisschilder? Fehlanzeige. Also im Schritttempo zurück. Ah, ich kann die Parkhäuser P3 oder P4 nehmen. Wir wissen: Legoland liegt an der Promenade. Also folgen wir zu Fuß den Richtungsangaben. Speziell ausgeschildert ist die Fantasiewelt leider auch darauf nicht. Immerhin: Einmal an der Promenade angekommen, benötigt man keine Schilder mehr. Eine meterhohe Giraffe zeigt klar an, wo die Bausteine liegen.

Bei einem Besuch im Sea Life vor zwei Jahren habe ich gleich Kombitickets fürs Legoland miterworben. Ob die noch gültig sind? Mal sehen, was Legoland an Kundenfreundlichkeit so drauf hat. Ich staune, die Tickets werden an der Kasse problemlos akzeptiert und schon stehen wir im Vorraum.

Duplo-Stein aus Kunststoff-Granulat gepresst

Die Tür öffnet sich – Legoland-Mitarbeiterin Katrin zieht die Kinder geschickt in ihren Bann. „Hier steht eine Mini-Steine-Fabrik, wollt ihr mal einen Legostein herstellen?“ – „Jaaaaa!“. Abwechselnd drücken die Jungs auf die Knöpfe und erleben, wie sich Kunststoff-Granulat verflüssigt und, in eine Form gepresst, zu einem Duplo-Stein verformt. „Toll, wenn ich Hilfe brauche, rufe ich an“, lobt Katrin. „Kannst du“, nickt Ernest, „soll ich dir unsere Nummern geben?“.

Die Drachenbahn lassen die Jungs links liegen. Eine Prinzessin retten? „Kinderkram.“ Zielsicher steuern sie die vier großen Legobehälter an. Darin tummeln sich Steine in allen Größen, Farben, Formen. Die beiden setzen sich an den Rand und bauen; mehr wollen sie eigentlich gar nicht. Beide finden: „Nur blöd, dass man das nicht mit nach Hause nehmen darf!“

"Harry Potter aus Lego"

Friedemann guckt sich um: „Wir sind in Hogwarts“, klärt er mich auf. „Boh, da ist Harry Potter aus Lego!“ Die Bücher der englischen Kultautorin Joanne Rowling hat er fast alle verschlungen. Und was baut er jetzt? „Eine Zauberpyramide“, verrät er. Eine Mitarbeiterin versucht, die Jungs in den Modellbau-Workshop zu locken. „Was macht ihr da?“, wollen die Kinder wissen. „Fantasietiere.“ Ernest und Friedemann winken ab.

Die Lego-Kletterwelt ist schnell durchklettert, die Mädchenoase aus pinkfarbenen Steinen lassen sie links liegen. An der Rennstrecke, an der Besucher eigene Flitzer konstruieren können, tummeln sich etliche Väter und Söhne. Meine beiden Begleiter aber sind dafür nicht zu begeistern. Es zieht sie ins Lego-Mini-Land: „Guck mal, ein Fußballstadion!“ Wie von Geisterhand gehen in den Wahrzeichen des Reviers die Lichter an, setzen sich Züge in Gang. Ernest und Friedemann sind fasziniert.

[kein Linktext vorhanden] Tour endet im Shop

Nach eineinhalb Stunden endet unsere Tour im Shop. Denn durch den wird jeder geschleust. Und – aufgepasst Eltern! – natürlich nimmt jeder ein Päckchen mit. „Legoland ist zwar klein, macht aber Spaß“, sind sie sich einig. Was fanden sie am besten? Friedemann: „Die Lego-Maschine, weil man da sehen kann, wie die Steine entstehen.“ Ernest: „Den Shop, weil ich das jetzt in Ruhe zu Hause bauen kann.“ Und was gefiel ihnen nicht? „Die Klos sind nicht so sauber.“

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