Im Norden Oberhausens sollen fünf Schulen schließen

Die Havensteinschule soll aufgegeben werden, so lautet der Vorschlag von Schulexperte Ernst Rösner.  Auch die Oberhausener Stadtverwaltung spricht sich für das Aus der Schule aus. Foto:Oliver Mueller
Die Havensteinschule soll aufgegeben werden, so lautet der Vorschlag von Schulexperte Ernst Rösner. Auch die Oberhausener Stadtverwaltung spricht sich für das Aus der Schule aus. Foto:Oliver Mueller
Foto: Oliver Mueller
Folgt die Politik in Oberhausen den Vorschlägen der Verwaltung aus dem Bildungsplan, dann wäre der Stadtteil Holten künftig ohne eine Schule.

Oberhausen. In allen drei Stadtteilen werden Grundschulen geschlossen oder sollen zusammengelegt werden – so sieht es der Bildungsplan der Stadtverwaltung vor, der nun der Politik vorgelegt wird. Ein Überblick:

Alt-Oberhausen

Zwei Grundschulen in Alt-Oberhausen sollen nach Vorschlag der Verwaltung schließen. Betroffen davon sind die St.-Martin-Schule, deren Auflösung schon im Juni 2015 durch den Rat der Stadt beschlossen wurde, und die Haven­steinschule in Borbeck. „Eine schulische Folgenutzung des Standortes ist nicht denkbar, da der Ortsteil hierfür nicht genug Kinder umfasst“, erklärt die Verwaltung zur angedachten Aufgabe der Havensteinschule. Für Kinder aus Borbeck wäre zukünftig die Schule am Froschenteich die nächste Grundschule. Was mit dem denkmalgeschützen Schulgebäude passiert, ist unklar. Den Standort der St.-Martin-Schule, Friedenstraße 36, könnte zukünftig die Kindertageseinrichtung Stadtmitte nutzen.

Noch offen ist, wie es mit der Bismarckschule, der Luisenschule und der Marienschule weitergehen soll. Ein Vorschlag der Verwaltung sieht vor, die beiden katholischen Bekenntnisschulen Ruhrschule und Luisenschule in die auslaufende Hauptschule Alstaden zu verlagern. Dies könnte zum 1. August 2019 geschehen. Aber auch eine Zusammenlegung entweder der Marien- oder der Luisenschule mit der Bismarckschule wird im Gutachten vom Bildungsexperten Dr. Ernst Rösner angedacht.

Sterkrade

Mit der Aufgabe von insgesamt vier Grundschulstandorten in Sterkrade könnte im Norden der Stadt der Einschnitt besonders deutlich ausfallen. So beabsichtigt die Verwaltung, die katholische Dunkelschlagschule in Schmachtendorf dadurch zu stärken, dass sowohl die Kastellschule (Holten), als auch die Grundschule Schmachtendorf aufgegeben werden.

„Der Schulweg nach Schmachtendorf ist sicher und zumutbar“, heißt es seitens der Verwaltung im Bildungsplan über die Auflösung der Kastellschule.

Ferner sollen der Standort Lindnerstraße der Grundschule Buschhausen und die Kastellschule aufgegeben werden – Kinder aus dem betroffenen Stadtteil sollen dann künftig am Standort Friesenstraße der Grundschule Buschhausen und der Schwarze-Heide-Schule unterkommen.

Osterfeld

In Osterfeld beabsichtigt die Verwaltung, die Osterfelder-Heide-Schule auslaufen zu lassen – so soll die Erich Kästner-Schule gestärkt werden

 
 

EURE FAVORITEN