Ideen zur Zukunft in Oberhausen: Freibad auf dem Gasometer

In Licht und Nebel getaucht, rollte der Gasometer als 1,60 Meter hohes Modell mit Sonnenkollektoren und Windrädern auf dem Dach ein.
In Licht und Nebel getaucht, rollte der Gasometer als 1,60 Meter hohes Modell mit Sonnenkollektoren und Windrädern auf dem Dach ein.
Foto: Fabian Strauch
Jugendliche setzen Visionen für die Stadt kreativ um. Film, Kunst, Theater. 2000 Bürger-Vorschläge für die Zukunft Oberhausen 2030 setzen Akzente.

Oberhausen.. Zwei Ereignisse, eine gelungene und abwechslungsreiche Veranstaltung auf der großen Bühne des Theaters. Es war eine großartige Idee, die Abschlusspräsentation der ersten Phase von Zukunftsstadt Oberhausen 2030 und die Vergabe der Jugend-Förderpreise in eine gemeinsame Schau zu verwandeln. Durch die flotte Mischung aus kreativen Beiträgen junger Oberhausener und kurzen Statements der für den Zukunfts-Wettbewerb Verantwortlichen führte sehr sympathisch Schauspieler und Multi-Talent Konstantin Buchholz.

Skizzenbuch wurde zum Hingucker

Mit professioneller Bühnen-Ausstattung, Licht, Ton, Auf- und Umbau trugen Mitarbeiter des Theaters zum Gelingen des Abends bei.

Nach kurzer Erklärung des Kulturbüro-Leiters Volker Buchloh zum Sinn und Zweck des Jugendförderpreises enterte es auch schon die Bühne, das erste preisgekrönte Werk, im Handwerksunterricht erfunden und konstruiert von Christoph Schlingensief-Schülern. In Licht und Nebel getaucht, rollte der Gasometer der Zukunft ein, begleitet vom Oberhausen-Lied der Missfits. Auf ihrem etwa 1,60 Meter hohen Modell haben die Jugendlichen Sonnenkollektoren und Windräder installiert, auf die Aussichtsplattform das „Neue Ebertbad“ gebaut, gespeist mit Regenwasser, das außerdem noch durch Rohre zur „Neuen Turbinenhalle“ fließt und diese mit Strom versorgt.

Nächster Hingucker war ein Skizzenbuch, eingereicht von Lisa Marie Groppe und ausgezeichnet mit dem ersten Preis in der Kategorie Malerei. Die 17-Jährige hat viele Oberhausener Gebäude zeichnerisch umgestaltet und architektonisch erweitert. Ihre unglaublich aufwändige Arbeit mit zum Teil aufklappbaren Bildern wurde für die Zuschauer auf der großen Leinwand sichtbar, während Moderator Buchholz darin blätterte. Es folgte der Kurzfilm „Angst“, gedreht und gespielt von der Gruppe „Teatro Nosta“, die noch einen weiteren Preis für eine Theater-Performance gewann. Titel: „Das, was bleibt“.

"Kreativität als Rohstoff für die Zukunft"

Zur Präsentation des Wettbewerbs Zukunftsstadt erhielten Oberbürgermeister Daniel Schranz, Sabine Lauxen, Dezernentin für Stadtentwicklung, sowie Professor Görge Deerberg vom Fraunhofer Institut, das den Prozess wissenschaftlich begleitet, Gelegenheit. „Liebe Visionäre“, begrüßte Schranz die Zuschauer und betonte, dass es durch die vielen Aktionen gelungenen sei, Skepsis zu überwinden und positiv in die Zukunft zu schauen. 2000 Vorschläge seien zusammen gekommen. Von „Kreativität als Rohstoff für die Zukunft“ sprach der Professor. Dass man, ob mit ob ohne Fördergelder in die zweite Phase, die der konkreten Planungen, gehen werde, „mit Spaß und Freude“, versprach die Dezernentin.

Mit Spaß und Freude genossen die Zuschauer noch weitere preisgekrönte Arbeiten, eine Hörbuch-Traumreise von Schülern des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums, den Film „Schauen wir mal“ des Presseklubs sowie die ausgezeichnete Klavier-Komposition „Oberhausen, eine Stadt für alle“, die Eliseo Guarnieri auf dem Flügel vortrug.

 
 

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