Hausverkauf: Der erste Eindruck zählt

Ein Beispiel für eine von Iris Barwa gestaltete Immobilie, die dann zum Verkauf angeboten wurde.
Ein Beispiel für eine von Iris Barwa gestaltete Immobilie, die dann zum Verkauf angeboten wurde.
Foto: WAZ
Iris Barwa aus Oberhausen gestaltet Immobilien so, dass sie sich besser verkaufen. Das reicht von der Inneneinrichtung bis zur Gartengestaltung.

Oberhausen.. Wer eine Immobilie zu verkaufen hat, möchte einen möglichst hohen Preis erzielen. Bei einem leer stehenden Haus oder einer mit alten Möbeln eingerichteten Wohnung haben es Interessenten schwer, sich vorzustellen, wie schick die Räume künftig aussehen könnten. Iris Barwa hat hier die Lösung.

Die Oberhausener Unternehmerin richtet Häuser und Wohnungen mit Möbeln, Dekorationen, Teppichen, Bildern und Beleuchtung her, um so die Verkaufsattraktivität zu steigern. Home Staging nennt sich das. Vor gut zwei Jahren machte sich die Mittvierzigerin mit ihrer Firma Neuraum selbstständig.

Licht und Helligkeit müssen freundlich sein

„Ganz wichtig ist ein stimmiges Farbschema, das sich durch alle Räume zieht“, sagt Barwa. „Und Licht und Helligkeit müssen freundlich sein.“ Das Ziel sei erreicht, wenn der Kunde sich beim Betreten eines Raumes schon im Geiste vorstelle, wie sich dieser wohl mit den eigenen Möbeln einrichten ließe. Barwa ist von dem Konzept überzeugt und ihre Erfahrungen hätten gezeigt: „Mit Home Staging halbiert sich die Verkaufszeit einer Immobilie.“

Gelernt hat sie Konditorin und Lebensmitteltechnologie. Sie hat als Designerin in der Lebensmittelproduktentwicklung gearbeitet, später im Fernstudium Innenarchitektur und Raumgestaltung studiert, sich als Homestagerin und Raumdesignerin fortgebildet. „Ich habe immer kreativ gearbeitet.“

Kooperation mit Partnerfirmen

Kreativität ist auch in ihrem neuen Job gefragt. „Auf Gegebenheiten wie beispielsweise die Fliesenfarben im Badezimmer oder die Holzdecke im Wohnzimmer, die drin bleiben soll, muss man bei der Gestaltung der Räume eingehen.“ Für die Möblierung arbeitet sie mit Partnerfirmen zusammen. Die Gegenstände, von denen etwa der Kühlschrank, der Geschirrspüler oder die Couchgarnitur täuschend echt aussehen, aber tatsächlich nur Schauobjekte sind, kommen wieder raus, wenn das Objekt vermietet oder verkauft ist.

Ist die Wohnung oder das Haus noch bewohnt oder stehen noch Möbel von Eltern oder Großeltern in dem Objekt, das verkauft werden soll, nimmt Barwa Veränderungen vor, um die Räume zu entpersonalisieren, wie sie sagt. „Farb-und Einrichtungsvorlieben der bisherigen Bewohner werden neutralisiert, damit die Kaufinteressenten sich voll und ganz auf das Potenzial der Räumlichkeiten konzentrieren können.“

Der Preis für ihre Dienstleistung richtet sich nach dem Umfang der Arbeit, die auch das Herrichten und Säubern eines Gartens oder einer Terrasse beinhalten kann. In der Regel sind es ein bis drei Prozent der Verkaufssumme, die man einplanen muss.

Auch wer nicht verkaufen möchte, kann die Kenntnisse von Barwa in Anspruch nehmen: Sie bietet Beratung für die Neueinrichtung eines Raumes oder auch einer ganzen Wohnung an, begleitet Kunden beim Aussuchen von Möbeln in Geschäften oder recherchiert Objekte und macht eigene Vorschläge. Mehr Informationen unter www.neuraum-barwa.de

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