Halten im absoluten Halteverbot erlaubt

Osterfeld.  Über eine kuriose Folge von Verkehrshinweisen wundert sich der Osterfelder Hans Gonska. An der Ecke der Wittekind- und Osterfelder Straße steht eine Ampel, an der Radfahrer und Autofahrer ja nun vorschriftsmäßig bei Rot zu halten haben. Ist die Ampel ausgeschaltet, schreibt das Stop-Schild vor, an dieser Kreuzung zu halten. Allerdings steht nur zwei Meter vor Ampel und Stop-Schild ein anderes Verkehrsschild, das für Verwirrung sorgt. Denn dieses verbietet das Halten an genau dieser Stelle.

Gonska wendet sich mit einem Bild der Verkehrssituation an die Redaktion: „Wo soll ich dann bei Rot halten.“ Hebt das eine Schild das andere nun auf?

Ein Sprecher aus dem Rathaus ist um Klärung bemüht: Das absolute Halteverbot gilt seinen Ausführungen nach natürlich nicht, wenn ein Autofahrer oder Radler verkehrsbedingt anhalten muss – sprich bei einer roten Ampel.

In der Straßenverkehrsordnung wird das Verkehrsschild für ein absolutes Halteverbot unter dem Zeichen 283 geführt. Anordnen könne die Stadt dieses Halteverbot immer dort, wo die allgemein geltenden Regeln über das Halten und Parken nicht mehr ausreichen, um Gefahren von anderen Verkehrsteilnehmern abzuwenden. Verboten sei dort lediglich jedes Halten auf der Fahrbahn und damit jedes Ein- und Aussteigen sowie jeder Be- und Entladevorgang – wie im vorliegenden Fall an der Wittekindstraße.