„Gemeinsam sind wir besser“ lautet die Devise

Foto: Nola Bunke

Schwarze Heide.  „Inklusion ist dann geglückt, wenn man den Begriff nicht mehr benötigt“, erklärt Doris Sawallich, Leiterin der Gesamtschule Weierheide. Den Weg dorthin – also zur gleichberechtigten Teilhabe von Schülern mit und ohne Behinderung, mit und ohne besonderen Förderbedarf – gehen die Gesamtschule Weierheide und die benachbarte Christoph-Schlingensief-Schule mit regelmäßigen gemeinsamen Aktionen. Die Schlingensief-Schule des Landschaftsverbandes Rheinland ist eine Schule für Kinder und Jugendliche mit körperlichen und motorischen Beeinträchtigungen.

Ob bei den Kultur-Kids, in der Rolli-Basketball-Arbeitsgemeinschaft, beim Schul- und Sportfest oder in der Judo-Arbeitsgemeinschaft: „Gemeinsam sind wir besser“ lautet die Devise.

So legten kurz vor den Osterferien zehn Schülerinnen und Schüler einer sechsten Klasse der Gesamtschule Weierheide zusammen mit neun Schülerinnen und Schülern der Christoph-Schlingensief-Schule erfolgreich die erste Gürtelprüfung ab. Damit haben die jungen Judoka den achten Kyu-Grad mit dem gelb-weißen Gürtel erreicht.

Unterstützt wird das Projekt vom LVR, der unter anderem die Judoanzüge und Judomatten finanzierte. Trainiert wird die Gruppe von den beiden erfahrenen Trainern Harald Arbes und Heinz Petry vom Turnerbund Osterfeld. Unterstützt werden sie dabei von den Lehrern Dirk Bornhorst (Förderschule) und Christoph Müller (Gesamtschule Weierheide). Die im Training gelernten und eingeübten Wurf- und Bodentechniken sowie bestimmte Falltechniken und Bodenkämpfe wurden vom Prüfer Frank Schuhknecht (1. Budokan Hünxe e.V.) in der Gürtelprüfung bewertet.

Anwesend waren neben den Verantwortlichen auch zahlreiche Eltern, die ihren Kindern gespannt und beeindruckt durch die Vorführungen beistanden. Bei dieser Aktion wird es nicht bleiben. Momentan erarbeiten sich 20 Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Weierheide den „Übungsleiterschein im Behindertensport“. Die Abschlussprüfungen folgen im Juni. Vorher wird jedoch gefeiert. Von der „Tour der Begegnung“ im Mai wird noch zu hören sein.

 
 

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