Frachtschiff droht im Kanal in Oberhausen zu sinken

Der erfolgreiche Einsatz an der „Szczecin“ dauert bis in die Nacht.
Der erfolgreiche Einsatz an der „Szczecin“ dauert bis in die Nacht.
Foto: Feuerwehr
Das Frachtschiff „Szczecin“, das mit Schlacke beladen auf dem Rhein-Herne-Kanal in Oberhausen unterwegs war, ist am Wochenende Leck geschlagen und drohte zu versinken. Die alarmierte Feuerwehr konnte mithilfe von starken Tauchpumpen das bereits mit Wasser vollgelaufene Schiff stabilisieren.

Oberhausen. Das leckgeschlagene Frachtschiff „Szczecin“ drohte am Wochenende auf dem Rhein-Herne-Kanal zu sinken. Geladen hatte die „Szczecin“ da bereits rund 500 Tonnen Schlacke der Oberhausener Müllverbrennungsanlage GMVA.

Das Leck entdeckte die Mannschaft beim Beladen des Motorfrachtschiffes „Szczecin“ im Bugbereich. Zu diesem Zeitpunkt lag die „Szczecin“ bei Kilometer 7 im Rhein- Herne Kanal vor Anker.

Schiff konnte stabilisiert werden

Die polnische Schiffsbesatzung alarmierte über Angestellte der vor Ort ansässigen Frachtfirma die Feuerwehr. Die Feuerwehrleute rückten sofort mit einem Löschzug, Sonderfahrzeugen sowie dem Kommandowagen der Feuerwache 1 aus. Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, lag das ca. 40 Meter lange Motorfrachtschiff bis zur Kante der Bordwand nach vorne geneigt im Wasser. Im vorderen Bereich waren ca. 80 bis 100 Kubikmeter Wasser eingelaufen. Durch den Einsatz starker Tauchpumpen gelang es, das Schiff weitestgehend zu stabilisieren.

Über den Schiffseigner wurde in Verbindung mit der Wasserschutzpolizei ein Taucher zur Reparatur des Motorschiffes angefordert. Die Feuerwehr blieb mit zwei Einsatzkräften vor Ort. Der Einsatz, der am frühen Nachmittag begonnen hatte, dauerte bis in die Nacht.