Foto-Schau im Schloss entpuppt sich als Renner

Am Dienstag 23.08.2011 begrüßt die Leiterin des Museum Ludwig Galerie im Schloss Oberhausen Taylan Can (19) als 15000 Besucher in der Ausstellung Elliott Erwitt. Foto: Gerd Wallhorn / WAZ FotoPool
Am Dienstag 23.08.2011 begrüßt die Leiterin des Museum Ludwig Galerie im Schloss Oberhausen Taylan Can (19) als 15000 Besucher in der Ausstellung Elliott Erwitt. Foto: Gerd Wallhorn / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Oberhausen. Die seit Mitte Mai laufende Foto-Ausstellung des Magnum-Fotografen Elliott Erwitt im Oberhausener Schloss entpuppt sich als überraschender Publikumserfolg.

Am gestrigen Dienstag kürte die Ludwig-Galerie den 15 000. Besucher der Ausstellung „I am serious about not being serious“ (Ich meine es ernst damit nicht ernst zu sein). Damit könnte die noch bis zum 11. September laufende Fotoschau mit ulkigen Motiven sogar die mit 17 000 Besuchern hervorragend besuchte Ausstellung mit Bildern des viel bekannteren Pop-Art-Künstlers Roy Lichtenstein den Rang abzulaufen.

Der 19-jährige Taylan Can aus Gelsenkirchen war überrascht, als er am Eingang der Galerie von der Leiterin Christine Vogt mit einem Blumenstrauß empfangen wurde. Als 15.000er Besucher durfte er sich über einen Ausstellungsgutschein, ein Buch und ein Poster freuen. Obendrein erhielt er eine eigene private Führung durch die Ausstellung von Galerie-Mitarbeiterin Nadine Heckner.

Begeisterte Besucher

Wie viele andere Besucher wurde Taylan Can vor allem durch das Werbebild auf dem offiziellen Plakat auf Elliott aufmerksam: Dort ist ein Mann zu sehen, der einen Hund auf dem Schoß hat. „Das Gesicht des Hundes überdeckt völlig das des Mannes. Es ist erstaunlich, dass es so aussieht, als hätte der Hund Menschenbeine“, meint Can.

Durch die Komik der Bilder erklärt sich Nadine Hecker auch den Erfolg der Ausstellung: „Die Besucher waren so begeistert, dass sie ihren Bekannten die Ausstellung empfohlen haben“, berichtet sie.

Das Hauptmotiv von Erwitt sind Hunde. „Erwitt sagte einmal, dass er Hunde so gerne fotografiere, weil sie keine Abzüge verlangen würden. Als er einen Auftrag bekam, Damenschuhe zu fotografieren, entschied er sich dafür, Hunde mit Schuhen abzulichten, weil diese auf der Straße die meisten Schuhe zu Gesicht bekämen“, erzählt Nadine Heckner während der Führung.

Erwitt ist zunächst über seine Bekanntschaften zu Fotografen wie Steichen und Stryker berühmt geworden. In den 1960er Jahren wurde er Präsident der weltberühmten US-Fotoagentur Magnum.

Wer die Ausstellung besucht, sieht zunächst Erwitts erste Serie „The family of Man“, zu der Bilder von Familien und Wäscheleinen gehören. Es folgten eine Reihe Bilder von angezogenen, aber auch nackten Menschen, die in lustigen Momenten fotografiert wurden. „Erwitt hat den richtigen Blick für das Komische. Das Besondere an den Bildern ist, dass kein einziges gestellt ist. Er wartete auf den richtigen Moment und drückte ab“, ist Heckner überzeugt.

 
 

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