Flüchtlinge ziehen aus Oberhausener Turnhallen aus

Aus der Sporthalle an der Landwehr ist zeitweise eine Flüchtlingsunterkunft geworden, nach den Sommerferien kann sie wieder als Halle genutzt werden.
Aus der Sporthalle an der Landwehr ist zeitweise eine Flüchtlingsunterkunft geworden, nach den Sommerferien kann sie wieder als Halle genutzt werden.
Foto: FUNKE Foto Services
  • Stadt gibt Standorte Tackenbergschule und-halle, Eschenstraße und Landwehr auf
  • Tackenbergschule und Vennepothschule sollen demnächst vermarktet werden
  • Geplantes Flüchtlingsheim an der Klosterhardter Straße wird zunächst nicht gebaut

Oberhausen.. Immer weniger geflüchtete Menschen kommen nach Oberhausen. Während im vergangenen Jahr rund 2000 Asylbewerber in die Stadt kamen, sind es bislang 2016 nur 320 Menschen. Daher gibt die Kommune immer mehr Gemeinschaftsunterkünfte auf. Bis Ende August ziehen Flüchtlinge aus den Gemeinschaftsunterkünften in der Tackenbergschule und der dazugehörigen Turnhalle, an Eschenstraße und Landwehr aus.

Damit stehen die Turnhallen an der Eschenstraße und der Landwehr nach den Sommerferien wieder dem Vereins- und Schulsport zur Verfügung. Die Sportler haben sich während der Zeit, in der sie ihre gewohnten Hallen nicht nutzen konnten, Alternativen gesucht. Die Halle an der Landwehr wird hauptsächlich von den Bogenschützen genutzt.

Standorte für Gemeinschaftsunterkünfte aufgegeben

Aber schon bis heute sind Standorte für Gemeinschaftsunterkünfte aufgegeben worden: die Kirche an der Kempkenstraße (50 Plätze), die Fröbelschule (600 Plätze), die OGM-Halle am Eisenhammer (275 Plätze), die Vennepothschule (150 Plätze). Haus A und B an der Weierstraße (132 Plätze) und 80 Plätze in Monteurswohnungen.

„Dabei sind nicht nur die gesunkenen Zuweisungszahlen für diese Entwicklung verantwortlich, auch die in Oberhausen sehr erfolgreiche Vermittlung in den privaten Wohnraum, die wir bei positiver Bleibeperspektive auch weiter forcieren wollen, trägt ihren Teil dazu bei“, sagt Oberbürgermeister Daniel Schranz.

Immobilien vermarkten

Insgesamt stehen in Oberhausen 1406 Plätze für geflüchtete Menschen in Gemeinschaftsunterkünften zur Verfügung. Die Stadtverwaltung sehe sich gut aufgestellt, hieß es jetzt in dem Gespräch zwischen dem Oberbürgermeister und Vertretern der im Rat vertretenen Fraktionen und Gruppen. Die Hälfte der Plätze – 806 – sind noch belegt. 700 Notplätze stehen also noch zur Verfügung, sollten wieder mehr Flüchtlinge kommen.

Das geplante Flüchtlingsheim an der Klosterhardter Straße wird aufgrund der derzeit sinkenden Zuwanderungszahlen zunächst nicht gebaut. In den Sporthallen, die leergezogen sind, stehen nun Elektrik- und Malerarbeiten an. Auch die Hallenböden müssen aufgearbeitet werden. Die Kosten für die Renovierung betragen nach Angaben der Stadtverwaltung rund 18.000 Euro.

Sobald die Tackenbergschule leergezogen ist, soll sie – wie die Vennepothschule auch – vermarktet und im Idealfall verkauft werden. Die OGM-Halle an der Straße Zum Eisenhammer, die vor der Belegung durch Flüchtlinge die Karnevalisten nutzten, wird nicht wieder an die Jecken zurückgegeben. Stattdessen laufen mit dem Oberhausener Gebäudemanagement Verhandlungen über ein Grundstück, auf dem die Karnevalisten dann eine eigene Halle bauen möchten.

 
 

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