Es tut sich was im Waisenhaus

Am ehemaligen Waisenhaus in Rothebusch wird eifrig gearbeitet: Bis Ende 2014 sollen hier Wohnungen mit zwei bis fünf Zimmern entstehen.
Am ehemaligen Waisenhaus in Rothebusch wird eifrig gearbeitet: Bis Ende 2014 sollen hier Wohnungen mit zwei bis fünf Zimmern entstehen.
Foto: WAZ FotoPool
Bis 2014 entstehen in Rothebusch 18 hochwertige Eigentumswohnungen. Gebäude ist bereits entkernt. Tiefgarage geplant. Eine Herzensangelegenheit.

Oberhausen. Die letzten Waisen haben die Räume längst verlassen, trotzdem trägt ein markantes Gebäude am Rande von Rothebusch nicht umsonst seinen Namen. Das Haus aus dem Jahr 1920 steht leer, nachdem es zuletzt als Unterkunft für Aussiedler und Heimat für einen Kindergarten genutzt wurde.

Doch an der, klar doch, Waisenhausstraße gibt es nun Bewegung. Investor Heinz Reimann möchte den Leerstand in attraktive Eigentumswohnungen verwandeln. „Das Gebäude ist bereits entkernt“, sagt Reimann. Die Arbeiter liegen im Zeitplan. Aus dem Waisenhaus wird die Marienhöhe.

"Bis Ende 2014 muss alles fertig sein."

Für den Rothebuscher ist das Projekt eine Herzensangelegenheit. „Ich wohne doch direkt um die Ecke“, sagt Reimann. „Darum bin ich fast täglich vor Ort, um zu sehen, was sich getan hat.“ Dass man an dem knapp hundert Jahre alten Gemäuer etwas tun musste, war vorab klar: „Zurzeit sind die Fenster dran.“ Seit Januar wird gewerkelt. Die zeitliche Vorgabe ist stramm, aber machbar. „Bis Ende 2014 muss alles fertig sein.“

18 barrierefreie Eigentumswohnungen entstehen, mit „hochwertiger Materialien“, wie Reimann sagt. Zwischen 60 und 220 Quadratmeter sollen die Eigenheime später groß sein. Fernwärme, Fassade und Treppenhaus - alles wird neu gemacht. 1,3 Hektar umfasst das gesamte Grundstück.

"Wir haben noch einiges vor"

Doch für Heinz Reimann sind das Zahlenspiele. „Hier gibt es wunderbar viel Grün. Wenn man in der obersten Etage steht, kann man bei gutem Wetter bis nach Düsseldorf blicken.“ Reimann kennt sein Viertel und die kleinen Geheimnisse. „Im benachbarten Wäldchen gibt es eine Mariengrotte, die viele gar nicht kennen.“

Das soll sich bald ändern. „Wir haben noch einiges vor“, sagt er. „Hinter dem Gebäude entsteht eine Tiefgarage, daneben soll es möglichst viele Pflanzen, Wiesen und Bäume geben.“

Eine Zufahrt über die Waisenhausstraße (sie hieß ursprünglich Neustraße) wird künftig nicht genutzt. Über die Michalidesstraße führt nach der Fertigstellung eine direkte Zufahrt zum Waisenhaus und den Parkmöglichkeiten. Neben dem Quergebäude befindet sich auch ein Längsbau, der bereits 1907 errichtet wurde. Auch an dieser Unterkunft wird gearbeitet.

Die nächsten Schritte: Die Decken werden saniert und Fenster umgebaut. Die Infrastruktur muss geplant und Treppenhäuser umgestaltet werden. Der Eingang zum Haus wird zentralisiert. Heinz Reimann bereut den Umbau nicht: „Es ist ein wunderbares Haus, viel zu schade für einen Abriss!“

 
 

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