Oberhausen

Erfolgreiche Bürgerversammlung

Bürgerversammlung des neuen Vereins „Wir in Oberhausen“ im St. Marien Gemeindezentrum.
Bürgerversammlung des neuen Vereins „Wir in Oberhausen“ im St. Marien Gemeindezentrum.
Foto: Ulla Emig WAZ Fotopool
Neuer Verein „Wir sind Oberhausen“ lud zur Diskussion mit Politikern. Opposition stellt sich kritischen Fragen. SPD und Grüne kamen nicht.

Oberhausen.  . Die Stimmung im Pfarrzentrum St.Marien an der Roncallistraße 33 ist schlecht, die Spannung im Raum beinah spürbar. „Das Haus der Jugend ist Geschichte“, urteilt Regine Boos, Vertreterin der FDP. „Es ist noch nichts entschieden“, entgeht ihr Professor Roland Günter, einst Retter der Arbeitersiedlung Eisenheim. Wenn es um das Thema Jugendzentrum am John-Lennon-Platz geht, verstehen vor allem die Anwohner keinen Spaß. Zu tief sitzt der Schock über die Schließung des Haus der Jugend und den drohenden Abriss sowie die nahende Veräußerung des John-Lennon-Platzes.

Am Samstag lud daher der neue Verein „Wir sind Oberhausen“ zur ersten Bürgerversammlung, die in eine rege Diskussion über unklare Aussagen seitens der Verwaltung, aus Sicht der Bürger systematische Verwahrlosung, vermeintlich ungeprüfte Bodenbelastung und schwindende Jugendarbeit mündete. Die Forderung nach mehr Kommunikation zwischen Bürgern und Parteien würde laut.

Mehr als 30 Bürger folgten der Einladung um endlich Klarheit über die Zukunft des Marien-Viertels zu erhalten. Dabei trafen sie auf Petra Marx (Linke), Georgis Schmidt (CDU), Andreas Ronig (Piraten) und Regina Boos (FDP). Vertreter der SPD oder der Grünen hatten vorab abgesagt.

Herangehensweise sei zu leichtfertig

„Ich habe dem Verkauf des Platzes zugestimmt“, gesteht Regina Boos . „Es ging ums Sparen.“ Dem schließt sich Georgis Schmidt an. „Es wurde versprochen, dass alle einverstanden sind.“ Einige schütteln verärgert den Kopf. Man gehe die Sache zu leichtfertig an, lautet schließlich der Tenor.

In ihrem Kampf um das Freizeitzentrum, klammern sich die Bürger an jeden Strohhalm, teilweise mit Erfolg. Habe man denn schon mal daran gedacht, dass die Erde unter dem Sportplatz belastet sein könnte? Ratlose Blicke seitens der Politiker. Das sei im Ruhrgebiet nicht selten und die Aufarbeitung des Platzes womöglich gefährlich. Die Politiker sind sich einig: Das muss geprüft werden.

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