Eltern bangen um Schulhof-Flächen an der Stiftstraße

Das Schulgelände – von der Dieckerstraße aus gesehen.
Das Schulgelände – von der Dieckerstraße aus gesehen.
Foto: Funke Foto Services
Im Zuge des Kita-Ausbaus wird auch geprüft, ob der Standort Stiftstraße für ein Projekt infrage kommt. Eltern von Schulkindern sehen das mit Sorge.

Schladviertel.. Eltern von der Schule an der Stiftstraße sorgen sich um das dortige Schulhofgelände mit seinen Spielmöglichkeiten für die Kinder. Ein besorgter Vater wandte sich jetzt „im Auftrag der Schulkonferenz“ an unsere Redaktion: „Eventuell soll hier ein neuer Kindergartenstandort entstehen. Wir brauchen hier aber unsere Schulhof-Flächen!“

Die Redaktion übermittelte diese Elternsorge der Stadtverwaltung und sprach mit Uwe Spee von der Stadtpressestelle, der sich bei der Fachverwaltung erkundigte. Das Ergebnis: Es gibt derzeit eine Vorprüfung, ob der Standort an der Stiftstraße für ein neues Kindergartenprojekt infrage kommt.

„Das ist eine völlig ergebnisoffene Vorprüfung“, unterstreicht Uwe Spee. Noch sei nichts entschieden, noch müsse das Thema von allen Seiten beleuchtet und vor allem auch von der Politik diskutiert werden. Aber der Bedarf für neue Kita-Plätze gerade in diesem Bereich Oberhausens sei eindeutig vorhanden.

Zwei Schulen zusammengelegt

Die Eltern von der Gemeinschaftsgrundschule an der Stiftstraße haben das Thema also nicht ganz ohne Berechtigung ins Visier genommen, auch beim jüngsten Schulfest am vorigen Freitag ging es in manchem Gespräch darum.

Der Schulstandort Stiftstraße hat eine beeindruckend lange Tradition, die bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts zurückreicht. Mitten im östlichen Stadtgebiet gelegen bildet die dortige Schule eine wichtige Anlaufstelle für hunderte Familien.

2011 fiel im Oberhausener Stadtrat die letzte wegweisende Entscheidung zu diesem Standort: Die dortige Johannesschule und die Astrid-Lindgren-Schule, jeweils mit eigenen Schulhöfen ausgestattet, wurden zusammengelegt. Der Zusammenschluss erfolgte zum Schuljahr 2012/13 unter den Namen „Schule an der Stiftstraße“.

Den Ü3-Ausbau forcieren

Dass der Standort Stiftstraße als neuer Kindergarten-Standort im Gespräch ist, liegt auch daran, dass in fast allen Städten des Ruhrgebiets, und so auch in Oberhausen, Betreuungsplätze in Kindertagesstätten fehlen, vor allem auch für Kinder über drei Jahren.

Und so hat das NRW-Familienministerium im Frühjahr 2016 ein landesweites, 100 Millionen Euro schweres Förderprogramm gestartet, um gerade den Ü3-Ausbau zu forcieren. Neue, wohnortnahe Kindergartenstandorte im Ü3-Bereich sind also realisierbar – und werden deshalb intensiv diskutiert.

Stadtsprecher Uwe Spee ergänzt dazu mit Blick auf die Stiftstraße, dass – wie auch immer die Vorprüfung und die weitere Behandlung des Themas ausgehen – in jedem Fall auf dem Schulaußengelände genügend Platz für die Schulkinder verbleiben müsse. Das sei allen Beteiligten klar und werde beachtet.

 

EURE FAVORITEN