Elektro-Autos rollen nach Oberhausen

Mit einem Opel Ampera (Foto) und einem E-Smart startet Ruhrautoein Oberhausen.
Mit einem Opel Ampera (Foto) und einem E-Smart startet Ruhrautoein Oberhausen.
Foto: WAZ FotoPool
Das Carsharing-Projekt Ruhrauto-E soll im Juni in Oberhausen starten. Geplant sind zunächst Stationen am Rathaus und am Hauptbahnhof. Bisher ist das Carsharing-Projekt, das unter anderem vom VRR und dem Wohnungskonzern Vivawest getragen wird, in Essen, Bottrop und Gelsenkirchen.

Oberhausen. Grünes Licht für Elektro-Mietautos: Das Carsharing-Projekt Ruhrautoe kommt auch in Oberhausen ins Rollen. Von Juni an sollen zunächst jeweils ein E-Auto am Hauptbahnhof und am Rathaus für Nutzer bereit stehen, die ein Fahrzeug mit alternativem Antrieb leihen wollen.

Autopapst Dudenhöffer rührt Werbetrommel

Die Werbetrommel für das Projekt der Universität Duisburg-Essen, der Drive-Carsharing, dem Wohnungsriesen Vivawest und dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) rührt der prominente „Autopapst“ und Uni-Professor Ferdinand Dudenhöffer als Initiator: „Wir gehen mit Ruhrautoe nach Essen, Bottrop und Gelsenkirchen jetzt Stück für Stück in die Städte. Oberhausen ist da ein wichtiges Glied in der Kette. Wir freuen uns, dass es mit Oberhausen geklappt hat und hoffen, dass die Bürger das Angebot als eine Verbesserung der städtischen Struktur ansehen.“

Geplant ist, dass erst einmal ein Elektro-Smart am Hauptbahnhof platziert wird sowie ein Opel Ampera am Rathaus. Für die Ladestation am Rathaus und den Ampera übernimmt der örtliche Energieversorger EVO die Patenschaft. Sprecherin Birgit Konopatzki lobt das vom Bundesverkehrsministerium mit insgesamt 1,15 Millionen Euro geförderte Ruhrautoe-Projekt: „Elektro-Mobilität sichtbar und erfahrbar zu machen. Dafür bietet ein solches Carsharing-Projekt eine gute Chance.“

Zählt man Bochum und Duisburg, wo Ruhrautoe noch in diesem Monat starten soll, hinzu, verfügt das Carsharing-Projekt in den sechs Städten über insgesamt 21 Stationen. Die Fahrzeugflotte umfasst 37 Stromer: neben 20 Ampera und zehn E-Smarts auch fünf Renault Twizy und zwei Nissan Leaf.

Weitere Autos möglich

Für den Fall, dass die Elektro-Flitzer in der Stadt gut angenommen werden, verspricht Autoprofessor Dudenhöffer, die Flotte in Oberhausen im nächsten Schritt um jeweils einen weiteren E-Smart und Ampera aufzustocken. „Wir sind offen dafür, mehr Autos nach Oberhausen zu stellen.“

Dudenhöffer ist ein überzeugter Verfechter des Stromantriebs: „E-Autos sind leise und stinken nicht. Sie haben eine Beschleunigung wie ein Formel-1-Rennwagen und schnurren wie Kätzchen, ohne zu knattern. Das macht sie ideal für die Nutzung in Städten.“ Weil sie keinen Lärm und keine Abgase produzieren sorgten E-Autos dort für mehr Lebensqualität.

Bislang ist das seit November laufende Projekt auf 18 Monate befristet. „Wir sind aber mit dem Bundesverkehrsministerium in Gesprächen und wollen auch auf die NRW-Ministerien für Wirtschaft und Umwelt zugehen, um einen Nachschlag zu bekommen.“

 
 

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