Eine Leuchtturm-Investition

Marcel Sroka

Oberhausen präsentiert sich gerne als fahrradfreundliche Stadt. Erst kürzlich konnte Planungsdezernentin Sabine Lauxen mit Blick auf die Zahlen der Nahverkehrsbefragung zufrieden feststellen, dass die Mitbürger im Vergleich mit den umliegenden Städten relativ häufig mit dem Rad unterwegs sind. Gerne möchte Lauxen noch weitere Oberhausener davon überzeugen, auf den Drahtesel zu steigen und das eigene Auto eher stehen zu lassen.

Eine Möglichkeit, um dies in die Realität umzusetzen, ist sicherlich der Bau neuer Radtrassen. Führt der Ruhrtalradweg im Grenzbereich zu Mülheim bislang innerstädtisch durch Teile Alstadens, ist die neue Trassenführung für Radfahrer sicherlich deutlich attraktiver. Hier kommt der Stadt zugute, dass über Landes- und Bundesförderung sowie Mittel des Regionalverbands Ruhr (RVR) eine Investition angeschoben wird – durchaus kann auch von einer Leuchtturm-Investition gesprochen werden.

Dieses Projekt darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass im Bereich des Radverkehrs noch so einiges im Argen liegt. Die Oberhausener beschweren sich etwa darüber, dass es zu wenige Möglichkeiten gibt, das eigene Rad abzustellen. Daran gilt es dringend etwas zu ändern – meint man es mit der Rad-Förderung ernst.