Eine Horwitz-Lesung ist Bühnenkunst

Begeisterte seine Zuhörer mit der Vorstellung seines Buches „Tod in Weimar“ im Malersaa des Theaters: Dominique Horwitz.
Begeisterte seine Zuhörer mit der Vorstellung seines Buches „Tod in Weimar“ im Malersaa des Theaters: Dominique Horwitz.
Foto: Fabian Strauch / FUNKE FotoServi
Autor stellt seinen Debüt-Roman „Tod in Weimar“ in Oberhausen sprechend, agierend und singend vor. Zuhörer sind begeistert.

Oberhausen. Volle Hütte bei der Lesung von Dominique Horwitz im Malersaal des Theaters. Der Schauspieler, Regisseur, Sänger und Autor legte in die Vorstellung seines Debüt-Krimis „Tod in Weimar“ die geballte Kraft seiner Darstellungskunst. Was er dem Publikum bot, war eine unglaublich perfekte Show und zugleich eine Liebeserklärung an seine Wahlheimatstadt Weimar. Die Zuschauer waren extrem begeistert.

Entsprechend lang war auch die Schlange derer, die für die Signierung der entweder gleich nach der Präsentation gekauften oder schon mitgebrachten Krimi-Komödie anstanden. Horwitz blieb gelassen, würdigte jeden seiner Leser mit ein paar freundlichen Bemerkungen.

Ebenso begehrt wie die gedruckte Version des Romans war die Hörbuch-Variante. Was weniger verwundert, hatte Horwitz, der den Hörbuch-Text selbst spricht, doch gerade eine Kostprobe davon abgegeben, wie großartig es ihm gelingt, seinem im Buch vorkommenden „Personal“ charakteristische Stimmen zu verleihen.

Fortsetzung des Romans in Planung

Horwitz las stehend, hatte die Textvorlage auf einem Notenpult platziert, was ihm die extrem große Aktionsfreiheit verschaffte. Selten sind Lesungen so lebendig wie seine. Selten gibt’s aber auch Autoren, die in der Lage sind, Stimmen nicht nur sprechend, sondern auch singend zu interpretieren. Was sich bei „Tod in Weimar“ anbietet, weil in dem Seniorenheim, in dem die Morde passieren, eben nicht nur Ex-Schauspieler und Balletteusen, sondern auch ehemalige Sänger residieren und ihre Bühnenkunst in die Kommunikation einfließen lassen.

Nach einer Zugabe – „Mein Verleger meint, dass mir die zustünde“ – kam Horwitz mit den Zuhörern ins Gespräch. Die vernahmen freudig, dass er bereits an einer Fortsetzung des Romans arbeitet.

 
 

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