Ein Schatzkästchen zum Jubiläum

Präsentieren die Schatzkiste zum Jubiläum der Christuskirche: Pfarrerin Michaela Breihan, Birgit Prystaw und Pfarrerin Ilona Schmitz - Jeromin(v.l.).
Präsentieren die Schatzkiste zum Jubiläum der Christuskirche: Pfarrerin Michaela Breihan, Birgit Prystaw und Pfarrerin Ilona Schmitz - Jeromin(v.l.).
Foto: WAZ FotoPool
Die Christuskirche an der Nohlstraße wird im nächsten Jahr 150 Jahre alt. Das wird die Gemeinde ausgiebig feiern – mit einem umfangreichen Programm, das den Schwerpunkt auf Kultur legt.

Oberhausen.. Die Christuskirche an der Nohlstraße, die älteste evangelische Kirche Alt-Oberhausens, feiert im kommenden Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Um das entsprechend würdigen zu können, bereitet ein Kreativkreis aus haupt- und ehrenamtlichen Gemeindemitgliedern seit rund zwei Jahren ein Programm vor, das sich über das ganze Jubiläumsjahr erstrecken wird.

Mit vielfältigen, schwerpunktmäßig kulturell geprägten Aktionen soll die von Baumeister Max Nohl entworfene Kirche im Herzen der Innenstadt gefeiert werden. Um einen finanziellen Grundstock für Veranstaltungen im Jubiläumsjahr zu erwirtschaften, hat sich das Kreativteam etwas einfallen lassen: ein Schatzkästchen in limitierter Auflage, liebevoll gestaltet und prall gefüllt mit Inhalten, die das Herz von Kulturfreunden höher schlagen lassen.

Die Jubiläumsschatulle – nur 30 Stück wurden davon in Handarbeit gefertigt – lässt schon äußerlich deutlich Anklänge an die Christuskirche erkennen: Den Deckel zieren Notenblätter alter Gesangbücher, die Seiten präsentieren sich in der Backsteinoptik der Kirchenmauern.

Andenken an die Kirchengeschichte

Pfarrerin Ilona Schmitz-Jeromin, Pfarrerin Michaela Breihan und Birgit Prystaw vom Kreativkreis zur Vorbereitung des Jubiläums sind stolz auf das, was sie zum Befüllen der Schatzkästchen zusammentragen konnten: Natürlich gibt es eine Fülle von Andenken zur Kirchengeschichte – je ein Leporello mit alten Ansichten der Kirche und eines mit Bildern der fünf von Henk Schilling gestalteten Kirchenfenstern, die seit 1959 den Chor der Kirche zieren, gehören ebenso dazu wie eine qualitativ hochwertige Kopie eines Aquarells, auf dem der königliche Baumeister Max Nohl höchstpersönlich anno 1862 den „Entwurf einer evangelischen Kirche für Oberhausen“ festhielt, oder eine Abschrift der Gründungsurkunde. Dazu gibt’s die aktuelle Ausgabe des Geschichtsmagazins „Schichtwechsel“ sowie das Oberhausener Jahrbuch 2014: In beiden gibt’s Geschichten zum Kirchenjubiläum.

Darüber hinaus gibt es jede Menge Tickets und Gutscheine, um sich im Jahr 2014 so richtig ins Oberhausener Kulturleben stürzen zu können: Karten für ein Festkonzert, Ticketgutscheine fürs Theater Oberhausen, Kinokarten für die Lichtburg, zwei Tickets für die Ruhrpott-Revue „Pommes“ im Ebertbad, für das LVR-Industriemuseum, für Ausstellungsbesuche in der Ludwig-Galerie und im Gasometer: „Ohne dass uns die Kultureinrichtungen der Stadt großzügig unterstützt hätten, wär das nicht gelungen“, ist Pfarrerin Ilona Schmitz-Jeromin dankbar.

Runde 150 Euro kostet jedes der 30 Schätzkästchen – entsprechend zu 150 Jahren Christuskirche.

So wird gefeiert

  • Mit Trompetenklängen wird das Jubiläumsjahr musikalisch begonnen: Am Neujahrstag um 18 Uhr gibt’s einen Musikgottesdienst mit festlichen Werken für Trompete und Orgel.
  • Künstlerisch steigen die Konfirmanden Ende Januar in die Jubiläumsaktivitäten ein: 150 Holzstühle werden sie bei einem Kunstprojekt kreativ gestalten – für eine große Stuhlpyramide.
  • Halbstündige Kirchenführungen sollen im Jubiläumsjahr regelmäßig angeboten werden – begleitet durch interessierte Mitglieder der Gemeinde, die sich in die Historie der Kirche eingearbeitet haben. Die erste Führung steht am Sonntag, 26. Januar, um 15.30 Uhr auf dem Programm, anschließend „OrgelKaffee“.
  • Der offizielle Festgottesdienst zur Eröffnung des Jubiläumsjahres wird am 16.Februar um 10 Uhr gefeiert – mit Singgemeinde und dem Fun-Vocal-Chor. Zu diesem Datum wird auch die Festschrift vorgestellt.
  • „Ersehnt – erbaut – erhalten“ – unter diesem Motto steht eine Architekturausstellung rund um die Baugeschichte der Christuskirche. Eröffnet wird sie am Sonntag, 9. März, um 10 Uhr mit einem Gottesdienst. Zu sehen gibt’s eine Fülle von historischen Dokumenten, Bauplänen, Fotos und ein Original-Aquarell des königlichen Baumeisters Max Nohl., der die Kirche geplant und erbaut hat. Zu sehen bis zu den Sommerferien.
  • Im April – rund um Ostern – gibt es Konzerte, Kreativangebote und Kunstaktionen für Kinder und Jugendliche.
  • „Typisch Evangelisch“ ist der Titel eines Festkonzerts am 18. Mai um 18 Uhr.
  • Zum großen Sommerfest rund um die Kirche mit vielfältigem Kulturangebot lädt die Innenstadt-Gemeinde am Sonntag, 15.Juni, ein.
 
 

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