Drogen-Quiz können Schüler gut

Andrea Micke
Schüler vom Hans-Böckler-Berufskolleg besuchen die Drogenberatung in Oberhausen-Sterkrade.
Schüler vom Hans-Böckler-Berufskolleg besuchen die Drogenberatung in Oberhausen-Sterkrade.
Foto: WAZ FotoPool
Das Angebot an an Beratungsstellen nicht nur in Oberhausen lernten die Schüler der Höheren Handelsschule des Hans-Böckler-Berufskollegs kennen.

Oberhausen. „Das Quiz rund um die Sucht“, das ist doch auf jeden Fall eine weitaus spannendere Angelegenheit als ein dröger Vortrag - womöglich noch mit erhobenem Zeigefinger gehalten. In der Drogenberatungsstelle der Stadt Oberhausen wissen die Mitarbeiter natürlich, wie man Jugendliche anspricht - an diesem Beratungstag des Hans-Böckler-Berufskollegs (HBBK) und überhaupt.

Und so sind auch die beiden gegeneinander konkurrierenden Gruppen von Schülern der Höheren Handelsschule des H-B-B-K voll bei der Sache, als es um die Beantwortung der Quiz-Fragen geht. „Woran kann man Cannabis-Konsum erkennen?“ Oder: „Wie lange müsste jemand der vier bis fünf Mal pro Woche kifft, sein Auto stehen lassen?“ Die Schüler sind gut. Sie wissen viel. Sogar, dass so ein Dauerkiffer seinen Wagen erst nach 25 bis 30 Tagen wieder gefahrlos starten dürfte.“

Laufend Drogentests nötig

Was den jungen Leuten allerdings neu ist und die meisten stets am meisten beeindruckt, wie der Leiter der Drogenberatungsstelle, Christian Sauter, weiß: „Wer mit 14, 15 Jahren beim Kiffen erwischt wird, darf möglicherweise später seinen Führerschein nicht machen.“ Oder muss zumindest mit erheblichen Zusatzkosten von rund 2000 Euro für eine psychologische Untersuchung und sich über sechs Monate hinziehende Drogentests zahlen.

Sauter und eine Kollegin aus der Beratungsstelle beschäftigen sich eineinhalb Stunden mit den Schülern. Neben dem Quiz gilt es noch einen Fragebogen mit sechs Fragen zum Thema Cannabis und Führerschein auszufüllen, oder Teile eines Alkoholparcours zu bewältigen.

Eine von 13 Beratungsstellen

Die Drogenberatung ist übrigens an diesem Beratungstag des HBBK eine von 13 Beratungsstellen, die von einzelnen Gruppen von Jugendlichen besucht werden. 188 Schülerinnen und Schüler sind unterwegs. Jede Gruppe besucht meist zwei Einrichtungen, die sich die Jugendlichen selbst aussuchen durften.

Die Polizei etwa schildert, wie einer auf die schiefe Bahn gerät. Die Evangelische Beratungsstelle befasst sich mit dem bitteren Thema der Vorboten der Selbsttötung. Und Opel Bochum beleuchtet den Alkoholkonsum am Arbeitsplatz und seine Folgen.

So lernen die Jugendlichen die Hilfsangebote der Stadt kennen. Damit sollen ihnen im Ernstfall auch Ängste genommen werden, eine Beratung in Anspruch zu nehmen, betonen die Beratungslehrer Klaus Hillebrand und Dr. Gabriele Rother.