Drei Cartoons für „Glanzlichter“ versteigert

Im Saal der Katholischen Familienbildungsstätte hat sich der böse Witz niedergelassen. Da tanzen jetzt klapperdürre Ballerinen. Nur eine dazwischen ist dicker. Und prompt wird sie von einer Kollegin gefragt: „Na , wie war der Gourmeturlaub?“ Das ist schon gemein, was Birte Strohmayers Figuren so treiben.

Die Geschöpfe der Düsseldorferin mit langen Nasen und aus dem Mund fliegenden Zungen haben sich im Laufe der Jahre entwickelt. Sie sind der Frau, die früher mal in einer Werbeagentur gearbeitet hat, ans Herz gewachsen. „Das sind meine Figuren, die darf keiner verändern“, sagte Strohmayer bei der Eröffnung der Ausstellung „Mistverständnisse“. Die holten die Katholische Familienbildungsstätte und die Gleichstellungsstelle der Stadt gemeinsam nach Oberhausen. In vielen Cartoons geht es übrigens um ältere Menschen. Da sieht man einen brav wirkenden Mann, der im Sessel sitzt und Zeitung liest. Seine Frau dagegen läuft in knallroten Dessous eilig durch die Wohnung. In jeder Hand ein Sektglas. Während der Postbote vor der Tür wartet, sagt die Frau zu ihrem Mann: „Bloß weil du jetzt zu Hause bist, ändere ich meine Gewohnheiten nicht.“

Zu diesen Bildern passten die munteren Klänge „Mir gehts gut“, für die Stefanie Hecke am Klavier sorgte. Aber nicht allen alten Menschen geht es gut, sagte auch Gleichstellungsbeauftragte Britta Costecki. Die Altersarmut greift um sich. Der Zonta Club Oberhausen, eine Vereinigung berufstätiger Frauen, die Gutes tun, unterstützt das Projekt „Glanzlichter“ der Arbeiterwohlfahrt. Senioren werden kleine Herzenswünsche erfüllt, sagte Zonta-Geschäftsführerin Jeanette Schmitz. Rita Hövelmann von der Familienbildungsstätte freute sich daher, dass drei Cartoons für „Glanzlichter“ versteigert wurden, für 380 Euro.

 
 

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