Oberhausen

„Die Rechte“ ruft in Flugblättern zum „Volksaufstand“ auf – die Stadt Oberhausen verurteilt das aufs Schärfste!

Aktivisten der Partei „Die Rechte“ verteilten Flyer mit dem Aufruf: „Volksaufstand Jetzt!“ (Symbolbild)
Aktivisten der Partei „Die Rechte“ verteilten Flyer mit dem Aufruf: „Volksaufstand Jetzt!“ (Symbolbild)
Foto: dpa
  • Die Partei „Die Rechte“ ruft zum „Volksaufstand Jetzt!“ auf
  • Die Neonazistische Kleinpartei verteilte Flyer in Oberhausen
  • Die Stadt verurteilt Rassismus aufs Schärfste

Oberhausen. In Oberhausen haben Anhänger der neonazistischen Kleinpartei „Die Rechte“ zu einem „Volksaufstand“ aufgerufen!

Im Rahmen der Fronleichnamkirmes Anfang Juni hatten „Rechte“-Aktivisten des Kreisverbands Duisburg vor dem Sterkrader Tor Flugblätter verteilt.

Rechte Partei ruft zum Volksaufstand auf: So reagiert die Stadt Oberhausen

„Während Europa und besonders Deutschland unter dem voranschreitenden Genozid zu leiden haben, kann der schlafende Bundesbürger sich keinem ablenkenden Vergnügen entziehen und verschwendet seine Zeit lieber mit Brot und Spiele, anstatt, für die Zukunft seiner Kinder, sich dem nationalen Widerstand anzuschließen“, schreibt die Partei zu der Aktion auf ihrer Internetseite. Damit verbunden steht der Aufruf: „Volksaufstand jetzt!“

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Stadt distanziert sich von jeglicher Art von Rassismus

Stadtsprecher sagt DER WESTEN dazu: „Die Stadt Oberhausen spricht sich aktiv gegen jegliche Art von Rassismus aus. Die Verteilung rechtsradikaler Propaganda wird weder genehmigt noch geduldet, sofern die Stadt davon Kenntnis haben sollte.“

Doch die Flyer-Verteilung fand offenbar ohne Genehmigung statt. Denn auch die für das Sterkrader Tor zuständige Hahn-Immobilien-Beteiligung AG erklärt auf Nachfrage: „Die Aktion ist ohne unser Wissen und ohne unsere Erlaubnis abgelaufen.“

Politische Veranstaltungen würden grundsätzlich auf von ihnen verwalteten Grundstücken nicht geduldet, betont Hahn-Sprecher Marc Weisener.

Oberhausen kein Einzelfall

Die Flyer-Verteilung in Oberhausen war kein Einzelfall. In Duisburg warf ein Sympathisant der rechten Kleinpartei in dieser Woche Papierschnipsel vom Dach des FORUM auf die Kö.

Auf den Schnipseln wird zu „Freiheit für Ursula Haverbeck“ aufgerufen. Die 89-jährige bekennende Holocaust-Leugnerin hatte versucht, sich einer zweijährigen Haftstrafe zu entziehen - wurde dann aber von der Polizei festgenommen.

Partei solidarisiert sich mit Holocaust-Leugnerin

Haverbeck war zuvor als Spitzenkandidatin der Partei „Die Rechte“ für die Europawahl 2019 erklärt worden. Sie hatte unter anderem bestritten, dass das Konzentrationslager Auschwitz ein Vernichtungslager war.

Die 2012 gegründete Partei hatte bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr bundesweit 1.142 Erststimmen und 2.054 Zweistimmen erhalten - das entsprach 0,0 Prozent der Gesamtwahlbeteiligung.

 
 

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