Die Osterfelder trotzen den Launen des Wetters

Martin Kleinwächter
Die Belle Bloazers aus Eibergen am Samstag auf der Gildenstaße.
Die Belle Bloazers aus Eibergen am Samstag auf der Gildenstaße.
Foto: Funke Foto Services
  • Erstmals teilten sich die Wego und ein Event-Veranstalter die Organisation
  • Bunte Unterhaltung mit Straßenmusikern und Bühnenprogramm
  • Die örtlichen Vereine waren auf die obere Gildenstraße beschränkt

Oberhausen. Gutes Spätsommerwetter zieht am Samstag die Menschen in großer Zahl zum Stadtfest auf die Gildenstraße und den Marktplatz. Dort sitzen sie dicht gedrängt auf Bänken und an Tischen und lauschen dem Programm auf der Bühne. Eine Karaoke-Show ist angesagt.

„Tausendmal berührt...“ bringt ein Duo zum Besten. Einige Zuhörer, die vor der Bühne stehen, gehen begeistert mit. Als das Duo geendet hat, sind laute „Zugabe“-Rufe zu hören. Und daraufhin geben zwei Sänger „My Way“ zum Besten.

Auf der unteren Gildenstraße schleppt eine Frau einen bepflanzten Blumentopf nach Hause. Den gibt es dort ebenso zu kaufen wie Lederwaren oder Schuhe. Zwei Männer fachsimpeln über die Leasing-Bedingungen für den dort ausgestellten Luxus-Geländewagen.

Angebote für Kinder

Nebenan dreht sich das Kettenkarussell. Ein kleines Mädchen winkt seinen Angehörigen beim Drehen zu. Das Straßenfest ist diesmal stärker auf die untere Gildenstraße konzentriert, vor allem mit den kommerziellen Ständen. Die „Enzian-Hütte“, ein Getränkestand, ist dicht umlagert. Selbst die Mini-Rutsche unter dem Zeltdach der EVO ist bei den Kleinen beliebt. Man rutscht auf sich drehenden Rollen herunter. „Nochmal!“, quengelt ein Mädchen, das von seinem Papa auf den Arm genommen wird.

Schlange stehen die Kinder bei der Wohnungsbaugenossenschaft Gewo. Sie wollen sich für einen Euro ein Tattoo auf den Handrücken spritzen lassen. Die Volksbank schenkt kostenlos Sekt aus. „Dafür haben sie Geld. Aber Zinsen können sie nicht mehr geben“, sagt ein Passant zu seiner Partnerin.

Kunstturnen fällt wegen Regen aus

Zwei Geschwister sitzen auf einer Mauer und lassen sich jeder eine Tüte Pommes schmecken. Der Vater hockt daneben und beißt in seinen Backfisch. Vikariestraße und Kirchstraße sind diesmal vom Stadtfest ausgenommen. „Wegen der hohen Sicherheitsauflagen“, berichtet Hans-Georg Gosda von der Werbegemeinschaft Osterfeld (Wego). Sie hat sich die Organisation erstmals mit einem professionellen Festveranstalter geteilt. Es fehlt die kleine Bühne an der Kirchstraße, auf der örtliche Chöre früher aufgetreten sind. Die Stände der Vereine sind auf die obere Gildenstraße gewandert.

Beim SV Adler Osterfeld dreht sich das Glücksrad. Eine Frau freut sich über die gewonnene Grillzange. Bei den Johannitern, die über ihren Hausnotruf für Senioren informieren, erhascht ein Mann einen Chip für den Einkaufswagen mitsamt Schlüsselanhänger. Nebenan, bei den Bürgerschützen, sind Vorderladen-Waffen und ihre Munition zu sehen. „Es ist weniger los als ihm vorigen Jahr“, ist sich ein Ehepaar einig, das an einem Grillstand auf seine Bestellung wartet.

Am Sonntag trübt gegen Mittag heftiger Regen das Fest. So muss das Kunstturnen abgesagt werden. Nachmittags klart es dann wieder auf. Hans-Georg Gosda zieht schon am Mittag eine positive Bilanz.